GermannikaBegleitmaterial
B1.2
ÖKOSYSTEME, SYMBIOSE UND INVASIVE ARTEN

Eine Entscheidungsvorlage für ein ostafrikanisches Schutzgebiet

Arbeite zuerst mit dem Begleitmaterial.Nutze die Hinweise, Links und QR-Codes. Die Schreibaufgabe beginnt anschließend auf einer neuen Seite.
Begleitmaterial 1 · Video
So beeinflussen sich Lebewesen untereinander
Sehen Sie sich das Video vollständig an. Achten Sie darauf, wie Flötenakazien und einheimische Ameisen voneinander profitieren, wie eine invasive Ameisenart diese Beziehung stört und welche indirekten Folgen das für Elefanten, die Landschaft, Löwen und Zebras hat. Öffnen Sie danach bei Bedarf die vereinfachte Textfassung.
VIDEO
Das kurze Erklärvideo zeigt, wie eng verschiedene Arten innerhalb eines Ökosystems miteinander verbunden sind. Am Beispiel von Akazien, einheimischen und invasiven Ameisen, Elefanten, Löwen und Zebras wird deutlich, dass selbst kleine Organismen das Verhalten großer Tiere und die Struktur einer Landschaft beeinflussen können.
ZDF/Terra X/Malte Jessl/Martin Schaaf/Maximilian Heß · „So beeinflussen sich Lebewesen untereinander“ · ZDF goes Schule / Terra X Abruf: 30.07.2026 „So beeinflussen sich Lebewesen untereinander“ – ZDF/Terra X/Malte Jessl/Martin Schaaf/Maximilian Heß. Lizenz: CC BY 4.0. Video unverändert; Textfassung von Germannika für B1.2 sprachlich vereinfacht, erweitert, neu formuliert und strukturiert.
B1.2Eine Entscheidungsvorlage für ein ostafrikanisches Schutzgebiet · Begleitmaterial
GermannikaBegleitmaterial
B1.2
Begleitmaterial 1 · Video · Seite 1/2

Vereinfachte und erweiterte Textfassung zum Video (B1.2)

AKTE · TRANSKRIPTFREIGEGEBEN
So beeinflussen sich Lebewesen untereinander
Keine Tier- oder Pflanzenart lebt völlig unabhängig von anderen Lebewesen. Innerhalb eines Ökosystems können selbst sehr kleine Organismen große Veränderungen auslösen. Ein Beispiel dafür ist die ostafrikanische Flötenakazie. Sie lebt in einer engen Gemeinschaft mit einheimischen Crematogaster-Ameisen. Der Baum bietet den Ameisen Nahrung und einen geschützten Lebensraum. In seinen angeschwollenen Stacheln können die Insekten leben. Außerdem erhalten sie dort Nektar. Im Gegenzug verteidigen die Ameisen die Akazie gegen Tiere, die ihre Blätter fressen. Wenn sich Elefanten dem Baum nähern, greifen die Ameisen sie an. Ihre Bisse an empfindlichen Stellen können die Elefanten vertreiben. Diese Beziehung ist für beide Seiten vorteilhaft und wird Symbiose genannt. Der Baum schützt und ernährt die Ameisen, während die Ameisen den Baum verteidigen. Dieses Gleichgewicht wird jedoch durch die invasive Dickkopfameise Pheidole megacephala gestört. Sie frisst die nützlichen einheimischen Ameisen und verdrängt sie aus ihrem Lebensraum. Die invasive Ameisenart verteidigt die Akazien nicht gegen Elefanten. Deshalb können die Elefanten mehr Bäume beschädigen und ihre Blätter fressen. Wenn weniger Akazien erhalten bleiben, wird die Savannenlandschaft offener. Dadurch verlieren Löwen einen Teil der Deckung, die sie benötigen, um sich unbemerkt an ihre Beute heranzuschleichen. Die Löwen können deshalb weniger Zebras erbeuten. Eine Veränderung bei den Ameisen wirkt sich somit indirekt auf Bäume, Elefanten, die Landschaft, Löwen und Zebras aus.
B1.2 · 1/2Eine Entscheidungsvorlage für ein ostafrikanisches Schutzgebiet · Vereinfachte und erweiterte Textfassung zum Video (B1.2)
GermannikaBegleitmaterial
B1.2
Begleitmaterial 1 · Video · Seite 2/2

Vereinfachte und erweiterte Textfassung zum Video (B1.2) · Fortsetzung

AKTE · TRANSKRIPTFREIGEGEBEN
So beeinflussen sich Lebewesen untereinander
Das Beispiel zeigt, dass Naturschutz nicht nur einzelne bekannte Tierarten berücksichtigen darf. Um ein Ökosystem zu verstehen und zu schützen, müssen auch die Beziehungen zwischen seinen verschiedenen Arten untersucht werden.
B1.2 · 2/2Eine Entscheidungsvorlage für ein ostafrikanisches Schutzgebiet · Vereinfachte und erweiterte Textfassung zum Video (B1.2)
GermannikaSchreibaufgabe
B1.2
ÖKOSYSTEME, SYMBIOSE UND INVASIVE ARTEN

Eine Entscheidungsvorlage für ein ostafrikanisches Schutzgebiet

Aufgabe 1

Eine Entscheidungsvorlage für ein ostafrikanisches Schutzgebiet

Entscheidungsvorlage schreiben160-190 Wörter
Situation

In einem ostafrikanischen Schutzgebiet werden immer mehr Flötenakazien von Elefanten beschädigt. Gleichzeitig beobachten Forschende, dass Löwen seltener Zebras erbeuten. Für ein einjähriges Pilotprojekt steht nur Geld für eine von zwei Maßnahmen zur Verfügung. Projekt A sieht künstliche Sichtschutzwände vor, hinter denen sich Löwen beim Jagen verstecken können. Projekt B soll die Ausbreitung der invasiven Dickkopfameise untersuchen, einheimische Ameisenkolonien schützen und die Entwicklung der Akazien beobachten.

Aufgabe

Schreiben Sie eine Entscheidungsvorlage für die Leitung des Schutzgebiets. Erklären Sie die ökologische Ursache-Folge-Kette, vergleichen Sie beide Projekte und empfehlen Sie die Maßnahme, die das Problem langfristig besser lösen könnte.

  • Beschreiben Sie die beobachteten Veränderungen bei Akazien und Löwen.
  • Erklären Sie, wie Flötenakazien und einheimische Ameisen voneinander profitieren.
  • Beschreiben Sie, wie die invasive Dickkopfameise diese Symbiose stört.
  • Stellen Sie die Wirkungskette von den Ameisen über die Elefanten und die Landschaft bis zu den Löwen und Zebras dar.
  • Erklären Sie den kurzfristigen Vorteil und die Grenze künstlicher Sichtschutzwände.
  • Erklären Sie den möglichen langfristigen Nutzen des Schutzes einheimischer Ameisen und Akazien.
  • Entscheiden Sie sich für eines der beiden Pilotprojekte und begründen Sie Ihre Wahl.
  • Schlagen Sie mindestens drei Beobachtungen vor, mit denen der Erfolg des Projekts überprüft werden kann.
Sprachliche Unterstützung

Schreiben Sie eine sachliche und klar gegliederte Entscheidungsvorlage mit einer kurzen Problemdarstellung, einem Vergleich der beiden Projekte, einer begründeten Empfehlung und einem Vorschlag zur Erfolgskontrolle. Verwenden Sie mindestens fünf Informationen aus dem Video beziehungsweise aus der Textfassung. Unterscheiden Sie deutlich zwischen einer kurzfristigen Hilfe für die Löwen und einer Maßnahme, die an der ökologischen Ursache ansetzt. Verwenden Sie mindestens sechs passende Verbindungen, zum Beispiel zunächst, im Gegenzug, sobald, dadurch, infolgedessen, während, zwar … aber, deshalb oder langfristig.

  • Im Schutzgebiet wurde beobachtet, dass …
  • Die Flötenakazie bietet den Ameisen …
  • Im Gegenzug verteidigen die Ameisen …
  • Dieses Gleichgewicht wird gestört, sobald …
  • Dadurch können Elefanten …
  • Infolgedessen wird die Landschaft …
  • Projekt A könnte zwar kurzfristig …, löst aber nicht …
  • Projekt B setzt dagegen bei … an.
  • Langfristig wäre diese Maßnahme wirksamer, weil …
  • Der Erfolg sollte überprüft werden, indem …
  • Dabei müssten regelmäßig … gezählt oder beobachtet werden.
  • Aus diesen Gründen empfehle ich …
B1.2Eine Entscheidungsvorlage für ein ostafrikanisches Schutzgebiet
GermannikaSchreibseite
B1.2

Eine Entscheidungsvorlage für ein ostafrikanisches Schutzgebiet

Schreibe deinen Text auf die Linien.

PDF-Arbeitsblatt Im Druckfenster „Als PDF sichern“ oder „Als PDF speichern“ wählen.