Clara wollte ausprobieren, ob sie ihren Alltag eine Woche lang umweltfreundlicher gestalten kann. Sie hatte sich vorgenommen, weniger Plastik zu benutzen, Lebensmittel besser zu planen und häufiger mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.
Einige Veränderungen waren überraschend einfach. Sie nahm jeden Tag ihre eigene Trinkflasche und eine Stofftasche mit und brauchte dadurch kaum Einwegprodukte.
Beim Einkaufen achtete sie außerdem stärker darauf, nur Lebensmittel zu kaufen, die sie wirklich verbrauchen würde. Schwieriger war die Mobilität.
Der Bus brauchte teilweise deutlich länger als eine Autofahrt, und an einem sehr regnerischen Tag ließ Clara sich doch mit dem Auto fahren. Einmal kaufte sie auch Essen zum Mitnehmen, weil sie nach einem langen Tag keine Zeit zum Kochen hatte.
Früher hätte sie solche Ausnahmen vielleicht als Misserfolg gesehen. Diesmal stellte sie jedoch fest, dass nachhaltiges Leben nur funktioniert, wenn die Veränderungen realistisch bleiben.
Einerseits möchte sie umweltbewusster leben, andererseits kann sie nicht jede Entscheidung ausschließlich nach ökologischen Kriterien treffen. Nach dieser Woche will Clara besonders drei Dinge beibehalten: öfter Fahrrad fahren, Mahlzeiten besser planen und immer wiederverwendbare Behälter dabeihaben.
Sie ist zu dem Schluss gekommen, dass viele kleine Veränderungen langfristig sinnvoller sind als der Versuch, alles sofort perfekt zu machen.