ROLLEN-DIALOG

C1 · Wie weit darf Sprache bewusst gesteuert werden?

C1~ 8 Min.
Arbeitet zu zweit. Ihr entwickelt Grundsätze für die öffentliche Kommunikation einer Stadtverwaltung. Ihr verfügt über unterschiedliche Erfahrungen und Daten. Klärt zunächst, in welchen Bereichen sprachliche Vorgaben überhaupt legitim sind, und formuliert anschließend ein konkretes Regelmodell.

Situation

Die Stadtverwaltung möchte ihre Kommunikation respektvoller und zeitgemäßer gestalten. Gleichzeitig gibt es Kritik daran, dass manche neuen Formulierungen schwer verständlich seien oder Beschäftigte ständig mit wechselnden Vorgaben konfrontiert würden.
Gemeinsame MissionFormuliert vier Grundprinzipien für die Sprachpolitik der Verwaltung. Entscheidet anschließend, welche Vorgaben verbindlich sein sollen, welche nur empfohlen werden und wie neue oder umstrittene Formulierungen künftig überprüft werden.
ROLLEN PRIVAT VERTEILEN

Jede Person scannt nur ihren QR-Code

Der private Link zeigt ausschließlich die eigene Rollenkarte. Die andere Rolle bleibt verborgen.

1
PERSON 1Private Rollenkarte
GEHEIM
QR-Code für die private Rollenkarte von Person 1
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Nur Person 1 öffnet diesen Code

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2
PERSON 2Private Rollenkarte
GEHEIM
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MIT DEM EIGENEN HANDY SCANNEN

Nur Person 2 öffnet diesen Code

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Nach dem Lesen kann jede Person ihre Karte mit „Bildschirm sperren“ sofort wieder verdecken.

SOFORT SPRECHEN

Redemittel für eure Verhandlung

Private Kommunikation und institutionelle Sprache sollten nicht nach identischen Maßstäben beurteilt werden.Eine Behörde hat gegenüber Bürgern eine besondere kommunikative Verantwortung.Respektvolle Sprache kann Vertrauen und gesellschaftliche Teilhabe beeinflussen.Gleichzeitig verliert eine Formulierung ihren Zweck, wenn ein erheblicher Teil der Adressaten sie nicht versteht.Nicht jede stilistische Präferenz sollte deshalb zu einer verbindlichen Vorschrift werden.Bei eindeutig diskriminierender Kommunikation liegt der Fall anders.Rechtlich festgelegte Begriffe lassen sich nicht ohne Weiteres ersetzen.Wo mehrere respektvolle Varianten möglich sind, sollte Verständlichkeit besonderes Gewicht erhalten.Empfehlungen können flexibler auf sprachlichen Wandel reagieren als starre Vorschriften.Verbindliche Regeln brauchen eine klare sachliche Begründung.Außerdem muss geklärt werden, wer neue Empfehlungen festlegt und nach welchen Kriterien.Betroffene Gruppen sollten gehört werden, ohne dass ihnen allein die gesamte Definitionsmacht übertragen wird.Ein regelmäßiges transparentes Prüfverfahren wäre sinnvoller als ständig wechselnde Einzelentscheidungen.
SPRACHBAU

Grammatik

  • Zunächst müsste unterschieden werden zwischen … und …
  • In institutioneller Kommunikation gelten insofern andere Maßstäbe, als …
  • Wenngleich … ein legitimes Ziel darstellt, darf … nicht außer Acht gelassen werden.
  • Dem ließe sich entgegenhalten, dass …
  • Eine verbindliche Vorgabe wäre nur dort gerechtfertigt, wo …
  • Dies setzt allerdings voraus, dass …
  • Unter dem Gesichtspunkt der Verständlichkeit …
  • Es wäre zu kurz gegriffen, jede sprachliche Veränderung als … zu betrachten.
  • Ebenso problematisch wäre es, wenn …
  • Ausschlaggebend sollte sein, ob …
  • Daraus ließe sich als Grundsatz ableiten, dass …
  • Für Zweifelsfälle wäre ein Verfahren erforderlich, das …
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