Kurze Lesetexte zum Thema ‚Familie und Alltag‘ – perfekt für Deutschlernende auf A2‑Niveau.
A2 Leselektüre zum Thema ‚Familie und Alltag‘
Einfache Texte rund ums Familie: Alltag, Streit, Liebe und wohnen – ideal zum Einstieg ins Lesen auf Deutsch.
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Wortschatz Deutsch – Englisch: Familie und Alltag
| Deutsch | Englisch |
|---|---|
| sich streiten | to argue |
| schreien | to scream |
| sauer sein | to be angry |
| sich entschuldigen | to apologize |
| verzeihen | to forgive |
| verliebt sein | to be in love |
| nervös | nervous |
| Herzklopfen | heartbeat (from love) |
| Gefühle zeigen | to show feelings |
| sprechen | to speak |
| das Chaos | chaos |
| helfen | to help |
| laut | loud |
| gemeinsam essen | to eat together |
| der Alltag | everyday life |
| aufpassen | to look after |
| die Windel | diaper |
| müde sein | to be tired |
| spielen | to play |
| diskutieren | to argue/discuss |
| dürfen | to be allowed to |
| müssen | must / to have to |
| das Handy | mobile phone |
| die Uhrzeit | time (of day) |
| das Geheimnis | secret |
| vertrauen | to trust |
| erzählen | to tell |
| behalten | to keep |
| die Freundin | (female) friend |
| stolz | proud |
| Haushalt | household |
| Spülmaschine | dishwasher |
| der Bruder / die Schwester | brother / sister |
| sich kümmern | to care (about/for) |
Streit mit meiner Schwester – und wie wir uns wieder vertragen haben
Letzten Samstag war ich total sauer. Meine kleine Schwester hat mein neues Puzzle kaputt gemacht. Ich habe zwei Tage daran gearbeitet! Sie ist einfach ins Zimmer gekommen, hat auf den Tisch gehauen und viele Teile sind auf den Boden gefallen. Ich habe laut geschrien: „Was soll das?!“ Sie hat auch geschrien und gesagt, es war ein Versehen. Aber ich war wütend und wollte nicht zuhören.
Unsere Eltern haben versucht zu helfen, aber wir wollten beide nicht reden. Ich war den ganzen Nachmittag in meinem Zimmer. Meine Schwester hat geweint und war auch traurig. Abends kam sie zu mir mit einem Bild, das sie für mich gemalt hat. Sie hat gesagt: „Es tut mir leid.“ Ich war überrascht. Ich habe sie angeschaut und gesagt: „Okay … ich verzeihe dir.“
Dann haben wir zusammen das Puzzle neu angefangen. Wir haben gelacht und Musik gehört. Es war ein schöner Abend. Manchmal streiten Geschwister, aber es ist wichtig, dass man sich wieder verträgt. Jetzt weiß ich: Ein Gespräch hilft mehr als Schreien.
Fragen zum Text – Streit mit meiner Schwester – und wie wir uns wieder vertragen haben
- Warum war der Erzähler sauer?
- Was hat die Schwester zuerst gemacht?
- Wie hat der Erzähler reagiert?
- Was haben die Eltern versucht?
- Was hat die Schwester später gemacht?
- Wie hat der Erzähler geantwortet?
- Was haben die Geschwister danach gemacht?
- Was haben sie beim Puzzeln gemacht?
- Was zeigt die Geschichte über Streit?
- Was hilft mehr als Schreien?
Antworten:
- Weil seine Schwester das neue Puzzle kaputt gemacht hat.
- Sie hat aus Versehen auf den Tisch gehauen.
- Er hat laut geschrien und war wütend.
- Sie haben versucht zu helfen, aber die Kinder wollten nicht reden.
- Sie hat ein Bild gemalt und sich entschuldigt.
- Er hat ihr verziehen.
- Sie haben das Puzzle zusammen neu gemacht.
- Sie haben gelacht und Musik gehört.
- Dass man sich wieder vertragen kann.
- Ein Gespräch hilft mehr.
Ich bin verliebt – aber traue mich nicht, es zu sagen
In meiner Klasse gibt es einen Jungen, der heißt Jonas. Er sitzt zwei Reihen vor mir und ist sehr nett. Er hat braune Haare, ein schönes Lächeln und grüne Augen. Immer wenn er mich anschaut, bekomme ich Herzklopfen. Ich bin verliebt, glaube ich. Aber ich traue mich nicht, es zu sagen.
Wenn ich mit ihm sprechen will, werde ich nervös. Meine Hände sind plötzlich kalt, ich weiß nicht, was ich sagen soll. Manchmal denke ich: „Heute rede ich mit ihm!“ Aber dann mache ich es doch nicht. Ich habe Angst, dass er lacht oder nein sagt. Meine Freundin Mia weiß von meinem Geheimnis. Sie sagt: „Du musst einfach mutig sein!“
Letzte Woche hatten wir ein Gruppenprojekt in Deutsch. Ich war in seiner Gruppe! Ich war total aufgeregt, aber es war schön. Wir haben zusammen gearbeitet und sogar gelacht. Am Ende hat er gesagt: „Du bist echt cool.“ Seitdem denke ich, dass ich vielleicht doch eine Chance habe. Aber ich habe es ihm noch nicht gesagt.
Vielleicht schreibe ich ihm mal eine Nachricht. Oder ich lächle ihn einfach öfter an. Mal sehen. Verliebt sein ist schön – aber auch kompliziert.
Fragen zum Text – Ich bin verliebt – aber traue mich nicht, es zu sagen
- Wie heißt der Junge aus der Klasse?
- Wie sieht Jonas aus?
- Was fühlt das Mädchen, wenn Jonas sie anschaut?
- Warum spricht sie nicht mit ihm?
- Wer weiß von ihrem Geheimnis?
- Was sagt ihre Freundin Mia?
- Was haben sie im Gruppenprojekt gemacht?
- Was hat Jonas nach dem Projekt gesagt?
- Was denkt das Mädchen jetzt?
- Was will sie vielleicht tun?
Antworten:
- Er heißt Jonas.
- Er hat braune Haare, ein schönes Lächeln und grüne Augen.
- Sie bekommt Herzklopfen.
- Weil sie nervös ist und Angst hat, dass er lacht oder nein sagt.
- Ihre Freundin Mia.
- Sie sagt, dass sie mutig sein soll.
- Sie haben zusammen gearbeitet und gelacht.
- Er hat gesagt: „Du bist echt cool.“
- Dass sie vielleicht doch eine Chance hat.
- Sie will ihm vielleicht eine Nachricht schreiben oder öfter lächeln.
Bei uns zu Hause ist immer etwas los!
Bei uns zu Hause ist nie Ruhe. Wir sind eine große Familie: Ich habe zwei jüngere Brüder, einen Hund, eine Katze – und meine Oma wohnt auch bei uns. Papa arbeitet oft im Homeoffice, Mama ist Lehrerin. Jeden Morgen ist es bei uns laut und chaotisch. Alle wollen ins Bad, alle suchen etwas, und der Hund bellt, weil er nach draußen will.
Zum Frühstück sitzen wir alle zusammen am Tisch. Oma macht oft Tee, und Papa liest Zeitung. Meine Brüder streiten manchmal schon am Morgen. Ich helfe meistens beim Tischdecken oder räume schnell die Spülmaschine aus. Dann gehe ich zur Schule. Nachmittags ist auch viel los: Hausaufgaben, Musikunterricht, Oma erzählt Geschichten, und mein kleiner Bruder spielt mit Lego – überall liegt Spielzeug!
Abends essen wir gemeinsam. Das ist schön, weil wir dann alle erzählen, was am Tag passiert ist. Manchmal ist es bei uns ein bisschen verrückt, aber ich mag unser Familienleben. Es ist nie langweilig. Bei uns zu Hause ist immer etwas los – und das ist gut so.
Fragen zum Text – Bei uns zu Hause ist immer etwas los!
- Wie viele Geschwister hat die Erzählerin?
- Wer wohnt noch im Haus?
- Was macht der Hund am Morgen?
- Was macht die Erzählerin beim Frühstück?
- Was passiert nachmittags zu Hause?
- Was macht der kleine Bruder?
- Wann essen alle zusammen?
- Was passiert beim Abendessen?
- Wie findet die Erzählerin das Familienleben?
- Ist es bei ihnen ruhig oder chaotisch?
Antworten:
- Sie hat zwei jüngere Brüder.
- Die Oma wohnt auch bei ihnen.
- Er bellt, weil er nach draußen will.
- Sie hilft beim Tischdecken oder räumt die Spülmaschine aus.
- Hausaufgaben, Musikunterricht, Geschichten von Oma, Spielen mit Lego.
- Er spielt mit Lego und macht Chaos.
- Am Abend essen sie gemeinsam.
- Alle erzählen, was am Tag passiert ist.
- Sie findet es schön und nicht langweilig.
- Es ist chaotisch, aber lebendig.
Ich muss auf meine kleine Schwester aufpassen – das ist nicht immer leicht!
Ich bin zwölf Jahre alt und habe eine kleine Schwester. Sie heißt Emma und ist erst zwei. Meine Eltern arbeiten beide, deshalb bin ich oft am Nachmittag mit ihr allein. Ich muss auf sie aufpassen. Das ist manchmal ganz schön schwer!
Emma will immer spielen. Sie läuft durch die Wohnung, macht Schubladen auf und findet überall etwas. Wenn sie Hunger hat, schreit sie laut. Dann muss ich ihr einen Joghurt geben oder eine Banane. Manchmal muss ich auch ihre Windel wechseln. Das finde ich nicht so toll, aber ich mache es.
Ich spiele mit ihr mit Bauklötzen oder lese ihr ein Bilderbuch vor. Wenn sie müde ist, versuche ich, sie in den Schlaf zu bringen. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Dann weint sie wieder und ruft: „Mama!“
Aber es gibt auch schöne Momente. Wenn sie lacht oder „Danke“ sagt, bin ich richtig stolz. Ich merke: Ich bin ein großer Bruder und helfe meiner Familie. Das fühlt sich gut an – auch wenn es manchmal anstrengend ist.
Fragen zum Text – Ich muss auf meine kleine Schwester aufpassen – das ist nicht immer leicht!
- Wie alt ist der Erzähler?
- Wie alt ist seine Schwester?
- Warum passt er auf sie auf?
- Was macht Emma in der Wohnung?
- Was bekommt sie, wenn sie Hunger hat?
- Was muss der Bruder manchmal wechseln?
- Was spielt er mit ihr?
- Was macht er, wenn sie müde ist?
- Wann ist er stolz?
- Wie fühlt er sich, wenn er hilft?
Antworten:
- Er ist zwölf Jahre alt.
- Sie ist zwei Jahre alt.
- Weil die Eltern arbeiten.
- Sie läuft herum, macht Schubladen auf und findet Sachen.
- Einen Joghurt oder eine Banane.
- Er muss ihre Windel wechseln.
- Mit Bauklötzen spielen oder ein Bilderbuch lesen.
- Er bringt sie ins Bett und versucht, sie zum Schlafen zu bringen.
- Wenn sie lacht oder „Danke“ sagt.
- Er fühlt sich stolz und gut, auch wenn es anstrengend ist.
Meine Eltern sagen immer … – Regeln zu Hause
Zu Hause gibt es bei uns viele Regeln. Meine Eltern sagen oft: „Du musst dein Handy weglegen!“ oder „Du darfst nicht so lange wach bleiben!“ Ich finde das manchmal unfair. Ich bin 14 und möchte selbst entscheiden.
Unter der Woche darf ich bis 21 Uhr wach bleiben. Am Wochenende ein bisschen länger. Wenn ich das vergesse und heimlich länger wach bleibe, merken es meine Eltern am nächsten Tag – weil ich dann müde bin.
Mein Handy darf ich nur eine Stunde am Tag benutzen. Ich finde das zu wenig, aber meine Eltern sagen, dass es besser für meine Augen und mein Gehirn ist. Manchmal diskutieren wir darüber. Ich sage: „Alle meine Freunde dürfen mehr!“ – aber das hilft nicht immer.
Ich muss auch im Haushalt helfen: Müll rausbringen, mein Zimmer sauber halten und manchmal das Bad putzen. Wenn ich etwas nicht mache, gibt es Ärger. Aber wenn ich alles gut mache, sagen meine Eltern auch: „Gut gemacht!“ Das finde ich dann schön.
Regeln nerven manchmal, aber vielleicht sind sie gar nicht so schlecht. Sie zeigen, dass meine Eltern sich kümmern.
Fragen zum Text – Meine Eltern sagen immer … – Regeln zu Hause
- Welche Regeln gibt es bei dem Erzähler zu Hause?
- Wie alt ist der Erzähler?
- Bis wann darf er unter der Woche wach bleiben?
- Wie lange darf er am Wochenende wach bleiben?
- Wie lange darf er sein Handy benutzen?
- Was sagen die Eltern über Handys?
- Was passiert, wenn er seine Aufgaben nicht macht?
- Was muss er im Haushalt machen?
- Wie reagieren die Eltern, wenn er alles gut macht?
- Was denkt der Erzähler über Regeln am Ende?
Antworten:
- Handy weglegen, nicht zu lange wach bleiben.
- Er ist 14 Jahre alt.
- Bis 21 Uhr.
- Ein bisschen länger als unter der Woche.
- Nur eine Stunde am Tag.
- Dass es besser für Augen und Gehirn ist.
- Dann gibt es Ärger.
- Müll rausbringen, Zimmer sauber halten, Bad putzen.
- Sie sagen: „Gut gemacht!“
- Sie nerven, aber sie zeigen, dass die Eltern sich kümmern.
Ich habe ein Geheimnis – und erzähle es meiner besten Freundin
Ich habe ein Geheimnis. Es ist nichts Schlimmes, aber ich will nicht, dass es jeder weiß. Nur meine beste Freundin weiß es – sie heißt Lara. Wir kennen uns seit der ersten Klasse. Ich kann ihr alles erzählen, sie hört immer zu und sagt nichts weiter.
Mein Geheimnis ist: Ich schreibe Gedichte. Immer abends, wenn ich allein in meinem Zimmer bin, denke ich an Wörter und Reime. Dann schreibe ich sie in ein kleines Heft. Keiner weiß das, nicht einmal meine Eltern.
Lara hat das Heft einmal gesehen, als sie bei mir war. Ich war nervös, aber sie hat gelächelt und gesagt: „Wow, das ist richtig schön!“ Seitdem schreibe ich noch mehr. Ich habe ihr sogar ein Gedicht über unsere Freundschaft geschrieben. Sie war total gerührt und hat gesagt: „Ich bewahre das für immer!“
Ein Geheimnis zu haben ist etwas Besonderes – aber nur, wenn man jemandem vertrauen kann. Ich bin froh, dass ich Lara habe.
Fragen zum Text – Ich habe ein Geheimnis – und erzähle es meiner besten Freundin
- Wie heißt die beste Freundin der Erzählerin?
- Wie lange kennen sie sich?
- Was ist das Geheimnis der Erzählerin?
- Wann schreibt sie Gedichte?
- Was schreibt sie in ein Heft?
- Wer hat das Heft gesehen?
- Wie hat Lara reagiert?
- Was hat die Erzählerin für Lara geschrieben?
- Was sagt Lara zu dem Gedicht?
- Was denkt die Erzählerin über Vertrauen?
Antworten:
- Sie heißt Lara.
- Seit der ersten Klasse.
- Sie schreibt Gedichte.
- Abends, wenn sie allein ist.
- Gedichte und Reime.
- Lara hat das Heft gesehen.
- Sie hat gelächelt und es schön gefunden.
- Ein Gedicht über ihre Freundschaft.
- „Ich bewahre das für immer!“
- Vertrauen ist wichtig für ein echtes Geheimnis.

