Nach einem Training war Timo sehr enttäuscht, weil sein Trainer ihn für ein wichtiges Spiel nicht ausgewählt hatte. Er war so wütend, dass er den Verein sofort verlassen wollte.
Danach sprach er mit seinem Freund Lukas und erwartete wahrscheinlich, dass Lukas ihm zustimmen würde. Für Lukas war die Situation jedoch schwierig.
Einerseits wollte er seinen Freund unterstützen, andererseits wusste er, dass Timo in den letzten Wochen mehrere Trainingseinheiten verpasst und auch mit einigen Mitspielern gestritten hatte. Deshalb fand Lukas die Entscheidung des Trainers nicht völlig unverständlich.
Anstatt Timo einfach recht zu geben, sagte er vorsichtig, dass auch Timo selbst einen Teil der Verantwortung übernehmen müsse. Timo reagierte zuerst ziemlich beleidigt.
Er meinte, ein guter Freund sollte auf seiner Seite stehen. Lukas erklärte ihm jedoch, dass Freundschaft für ihn nicht bedeutet, immer derselben Meinung zu sein.
Manchmal müsse man auch etwas Unangenehmes sagen, wenn man glaube, dass es dem anderen langfristig hilft. Nachdem sie länger gesprochen hatten, wurde Timo ruhiger.
Er beschloss, zunächst mit dem Trainer zu sprechen und erst danach über seine Zukunft im Verein zu entscheiden. Später bedankte er sich bei Lukas.
Für beide war die Situation ein Beispiel dafür, dass Ehrlichkeit eine Freundschaft manchmal kurzfristig schwieriger, langfristig aber stärker machen kann.