SPRECHEN · MONOLOG

C1 · Sind gleiche Chancen überhaupt möglich?

C1~ 7 Min.
Sieh dir die Situation an und analysiere, wie sich Elenas Verständnis von Chancengerechtigkeit verändert hat. Unterscheide zwischen gleichen Regeln, gleichen Ausgangsbedingungen und gleichen Ergebnissen und entwickle eine differenzierte Position dazu, welche Unterschiede gesellschaftlich ausgeglichen werden sollten.
1
SITUATION

Worum geht es?

Elena unterrichtet Jugendliche, die formal dieselbe Schule besuchen und dieselben Prüfungen ablegen, deren Möglichkeiten außerhalb des Unterrichts jedoch sehr unterschiedlich sind. Dadurch beginnt sie zu hinterfragen, was gleiche Chancen tatsächlich bedeuten.

Eine Lehrerin beobachtet, wie unterschiedlich die Lebensbedingungen ihrer Schülerinnen und Schüler außerhalb des Unterrichts sind.
2
DEIN MONOLOG

Sprich über diese Punkte

  1. Wie verstand Elena Chancengleichheit zu Beginn ihrer Berufstätigkeit?
  2. Welche Unterschiede zwischen den Lebensbedingungen ihrer Schüler nimmt sie inzwischen stärker wahr?
  3. Warum führen identische Regeln nicht automatisch zu vergleichbaren Chancen?
  4. Welche Rolle spielen Familie, finanzielle Ressourcen und soziale Netzwerke?
  5. Warum lehnt Elena dennoch die Vorstellung ab, Herkunft bestimme das Ergebnis vollständig?
  6. Wie lassen sich individuelle Verantwortung und strukturelle Bedingungen miteinander verbinden?
  7. Warum ist vollständige Chancengleichheit möglicherweise nicht erreichbar?
  8. Welche Unterschiede kann oder sollte der Staat überhaupt ausgleichen?
  9. Wie unterscheidet sich Chancengerechtigkeit von Ergebnisgleichheit?
  10. Welche Aufgabe sollten Bildungsinstitutionen nach Elenas Auffassung übernehmen?
3
SOFORT SPRECHEN

Starte mit diesen Sätzen

  • Gleiche Regeln schaffen nicht automatisch gleiche Chancen.
  • Ein formell offener Bildungsweg kann faktisch unterschiedlich leicht zugänglich sein.
  • Soziale Herkunft beeinflusst Möglichkeiten, ohne individuelle Entscheidungen vollständig festzulegen.
  • Leistung entsteht nicht unabhängig von den Bedingungen, unter denen sie erbracht wird.
  • Das bedeutet jedoch nicht, dass individuelle Anstrengung bedeutungslos wäre.
SPRACHHILFE

Alles Wichtige auf einen Blick

Weitere Redemittel

  • Vollständige Gleichheit der Ausgangsbedingungen dürfte kaum erreichbar sein.
  • Die entscheidende Frage ist daher, welche Nachteile gesellschaftlich vermeidbar sind.
  • Chancengerechtigkeit ist nicht mit identischen Ergebnissen gleichzusetzen.
  • Zusätzliche Unterstützung kann gerecht sein, obwohl nicht alle dieselbe Unterstützung erhalten.
  • Institutionen sollten Handlungsmöglichkeiten erweitern, ohne Menschen dauerhaft über ihre Benachteiligung zu definieren.

Pflichtlexik

  • die Chancengerechtigkeit
  • die Chancengleichheit
  • die Ausgangsbedingungen
  • die soziale Herkunft
  • die Bildungsressourcen
  • das soziale Kapital
  • institutionelle Barrieren
  • strukturelle Benachteiligung
  • individuelle Verantwortung
  • die Ergebnisgleichheit
  • kompensatorische Förderung
  • gesellschaftliche Teilhabe
  • Zugang ermöglichen
  • Benachteiligungen ausgleichen
  • Handlungsspielräume erweitern
  • soziale Mobilität

Grammatik

  • Formal gesehen haben alle …, faktisch unterscheiden sich jedoch …
  • Dass dieselben Regeln gelten, bedeutet noch nicht, dass …
  • Insofern als Ausgangsbedingungen erheblich voneinander abweichen, …
  • Wenngleich soziale Herkunft einen starken Einfluss ausüben kann, …
  • Dem ließe sich entgegenhalten, dass …
  • Dies wirft die grundsätzliche Frage auf, inwieweit …
  • Unter der Annahme, dass vollständige Gleichheit nicht erreichbar ist, …
  • Ausschlaggebend ist weniger, ob Unterschiede existieren, als vielmehr, …
  • Ein Ausgleich wäre dort besonders begründbar, wo …
  • Dabei darf individuelle Verantwortung nicht vollständig …
  • Chancengerechtigkeit setzt insofern mehr als Gleichbehandlung voraus, als …
  • Daraus ergibt sich für Elena, dass …
© Germannika – Lernmaterial für Unterrichtszwecke.