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So könnte eure Verhandlung klingen.
Bevor wir über einzelne Gebäude sprechen, sollten wir klären, was unserem Viertel am dringendsten fehlt. Aus Sicht vieler Bewohner sind das bezahlbare Wohnungen und Grünflächen.
Das kann ich nachvollziehen. Dabei darf allerdings nicht übersehen werden, dass auch die wirtschaftliche Situation schlechter geworden ist.
In den letzten Jahren haben mehrere kleine Geschäfte geschlossen. A: Das stimmt.
Trotzdem wäre ich gegen ein großes Einkaufsprojekt. Dafür ist die Fläche viel zu wertvoll.
Ein großes Einkaufszentrum verlangt auch niemand. Ein Investor wäre aber bereit, einen Teil der Entwicklung zu finanzieren, wenn kleinere Gewerbeflächen eingeplant werden.
Das verändert die Situation. Dann könnte man vielleicht Wohnungen über Geschäften bauen.
Genau. Dadurch würden wir Wohnraum schaffen und gleichzeitig mehr Kundschaft ins Viertel bringen.
Eine Bedingung wäre für mich allerdings, dass ein Teil der Wohnungen wirklich bezahlbar bleibt. B: Damit könnte ich leben.
Was ist mit dem Park? A: Der ist für die Bewohner sehr wichtig.
Im ganzen Viertel gibt es kaum öffentliche Grünflächen, und besonders Familien wünschen sich einen Ort, an dem Kinder spielen können. B: Ein großer Park würde allerdings bedeuten, dass für andere Nutzungen deutlich weniger Platz bleibt.
Dann muss es vielleicht kein riesiger Park sein. Aber komplett darauf zu verzichten, halte ich für falsch.
Ein kleinerer Park wäre für mich akzeptabel. Wir müssen allerdings noch über Parkplätze sprechen.
Die Geschäfte beschweren sich schon jetzt darüber, dass Lieferungen und Kundenverkehr schwieriger geworden sind. A: Einen großen Parkplatz an der Oberfläche möchte ich auf keinen Fall.
Das würde den größten Teil der neuen Fläche wieder für Autos reservieren. B: Was hältst du von einer begrenzten Tiefgarage?
Das wäre ein möglicher Kompromiss, vorausgesetzt, dass sie nicht den größten Teil des Budgets verbraucht. B: Einverstanden.
Außerdem könnte die neue Bebauung bessere Fahrradwege bekommen. A: Gut.
Mir fehlt noch die Kinderbetreuung. Dafür gibt es im Viertel ebenfalls großen Bedarf.
Dann müssen wir wirklich auswählen. Wenn wir Wohnungen, Geschäfte, Park, Kinderbetreuung und Parkplätze vollständig umsetzen wollen, wird das Projekt zu teuer.
Meine drei Prioritäten wären bezahlbarer Wohnraum, eine Grünfläche und eine Kindertagesstätte. B: Ich würde Gewerbeflächen ungern streichen, weil sie einen Teil der Finanzierung ermöglichen.
Dann integrieren wir kleine Geschäfte in die Wohngebäude. So brauchen sie keine eigene große Fläche.
Damit könnte ich gut leben. Als Nutzung, die deutlich reduziert wird, würde ich dann die oberirdischen Parkplätze nennen.
Genau. Begrenztes Parken unterirdisch, aber keine große Fläche für Autos.
Dann hätten wir einen gemischten Ansatz: Wohnungen mit kleinen Geschäften, eine kompakte Grünfläche, Kinderbetreuung und nur begrenzte Parkmöglichkeiten. A: Das wäre für mich ein sinnvoller Kompromiss, weil mehrere Bedürfnisse berücksichtigt werden, ohne dass eine einzige Nutzung das ganze Gelände dominiert.