SPRECHEN · MONOLOG

C1 · Warum beteiligen sich manche Menschen – und andere nicht?

C1~ 7 Min.
Sieh dir die Situation an und analysiere, warum Malik seine frühere Erklärung für geringe politische Beteiligung infrage stellt. Unterscheide zwischen individueller Bereitschaft, gesellschaftlichen Ressourcen und institutionellen Bedingungen und entwickle eine differenzierte Position dazu, wie demokratische Teilhabe gefördert werden kann.
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SITUATION

Worum geht es?

Malik interessiert sich für politische Fragen, hat sich aber lange kaum aktiv an Entscheidungen in seinem Viertel beteiligt. Erst durch einen konkreten Konflikt erkennt er, dass hinter geringer Beteiligung sehr unterschiedliche Ursachen stehen können.

Malik beobachtet nach einer Bürgerversammlung, wie unterschiedlich leicht verschiedene Bewohner an lokalen Entscheidungen teilnehmen können.
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DEIN MONOLOG

Sprich über diese Punkte

  1. Warum beteiligte sich Malik trotz politischen Interesses lange kaum aktiv?
  2. Welche Annahme hatte er darüber, wer seine Interessen in lokalen Verfahren vertreten würde?
  3. Was fiel ihm bei seiner ersten Bürgerversammlung auf?
  4. Warum interpretiert er die Abwesenheit bestimmter Gruppen später anders?
  5. Welche persönlichen und sozialen Ressourcen erleichtern politische Beteiligung?
  6. Wie kann ungleiche Beteiligung bestehende gesellschaftliche Unterschiede verstärken?
  7. Welche Rolle spielt das Vertrauen, tatsächlich etwas bewirken zu können?
  8. Welche Verantwortung bleibt trotz institutioneller Barrieren beim Einzelnen?
  9. Welche Veränderungen des Beteiligungsverfahrens erscheinen Malik sinnvoll?
  10. Warum können direkte Beteiligung und repräsentative Demokratie einander ergänzen?
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SOFORT SPRECHEN

Starte mit diesen Sätzen

  • Formale Beteiligungsmöglichkeiten sind nicht automatisch für alle gleichermaßen zugänglich.
  • Zeit, Wissen und Selbstvertrauen sind politisch relevante Ressourcen.
  • Wer sich leichter beteiligen kann, erhält unter Umständen auch mehr Einfluss.
  • Nichtteilnahme kann Gleichgültigkeit ausdrücken, muss es aber nicht.
  • Frühere negative Erfahrungen können die Bereitschaft zur erneuten Beteiligung erheblich senken.
SPRACHHILFE

Alles Wichtige auf einen Blick

Weitere Redemittel

  • Bürger müssen erkennen können, worüber sie tatsächlich mitentscheiden dürfen.
  • Ebenso wichtig ist eine nachvollziehbare Rückmeldung darüber, was mit Vorschlägen geschieht.
  • Institutionen können Beteiligung erleichtern, aber nicht erzwingen.
  • Demokratische Teilhabe setzt auch die Bereitschaft voraus, Konflikte und Niederlagen auszuhalten.
  • Repräsentative Demokratie bleibt notwendig, weil permanente direkte Beteiligung für die meisten Menschen unrealistisch wäre.

Pflichtlexik

  • die politische Teilhabe
  • die Bürgerbeteiligung
  • die politische Wirksamkeit
  • das Vertrauen in Institutionen
  • die Repräsentation
  • die Beteiligungshürde
  • gesellschaftliche Ressourcen
  • politische Selbstwirksamkeit
  • der Zugang zu Informationen
  • institutionelle Verfahren
  • die Interessensvertretung
  • politische Verantwortung
  • sich Gehör verschaffen
  • Einfluss ausüben
  • Beteiligung ermöglichen
  • demokratische Legitimität

Grammatik

  • Auf den ersten Blick ließe sich geringe Beteiligung damit erklären, dass …
  • Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass …
  • Insofern als politische Beteiligung bestimmte Ressourcen voraussetzt, …
  • Wenngleich Institutionen Zugänge erleichtern können, folgt daraus nicht, dass …
  • Dem ließe sich entgegenhalten, dass …
  • Dies wirft die Frage auf, inwieweit …
  • Je geringer das Vertrauen in die eigene Wirksamkeit ist, desto …
  • Ausschlaggebend ist nicht allein, ob eine Beteiligungsmöglichkeit formal existiert, sondern …
  • Unter der Voraussetzung, dass …, könnte …
  • Es wäre zu kurz gegriffen, Nichtbeteiligung grundsätzlich als … zu interpretieren.
  • Partizipation ist insofern ungleich verteilt, als …
  • Daraus ergibt sich für Malik, dass …
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