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So könnte eure Verhandlung klingen.
Viele Beschäftigte machen sich Sorgen, dass wir jetzt wieder fast vollständig ins Büro zurückkehren sollen. Das halte ich für unnötig.
Eine tägliche Anwesenheitspflicht ist gar nicht geplant. Wir haben allerdings festgestellt, dass die sehr freie Regelung auch Probleme verursacht hat.
Welche Probleme meinst du konkret? B: Bei mehreren Projekten kam es zu Verzögerungen, weil wichtige Teammitglieder kaum gleichzeitig vor Ort oder verfügbar waren.
Manche Fragen wurden dadurch unnötig lange über Nachrichten geklärt. A: Das kann ich nachvollziehen.
Andererseits zeigt unsere interne Befragung, dass die Zufriedenheit bei Beschäftigten mit mehreren Homeoffice-Tagen deutlich höher ist. B: Zufriedenheit ist wichtig.
Wir müssen aber auch die Zusammenarbeit berücksichtigen. A: Natürlich.
Bei konzentrierter Einzelarbeit hat die Produktivität während der Remote-Phase jedenfalls nicht abgenommen. Viele Kollegen berichten sogar, dass sie zu Hause weniger unterbrochen werden.
Das betrifft aber nicht jede Tätigkeit. Besonders neue Mitarbeiter hatten Schwierigkeiten, spontan Fragen zu stellen oder überhaupt Kontakte im Team aufzubauen.
Da stimme ich dir zu. Für die Einarbeitung könnte eine andere Regel gelten als für erfahrene Mitarbeiter.
Genau. Hinzu kommt, dass zwei wichtige Kunden inzwischen ausdrücklich mehr persönliche Termine wünschen.
Dann sollten Kundentermine selbstverständlich berücksichtigt werden. Daraus folgt aber nicht, dass alle Beschäftigten jeden Tag im Büro sein müssen.
Nein. Mein Hauptproblem ist die fehlende Planbarkeit.
Wenn jeder spontan entscheidet, wo er arbeitet, funktionieren Teamtage kaum. A: Was hältst du davon, zwei gemeinsame Bürotage pro Woche festzulegen?
Das könnte funktionieren. An diesen Tagen könnten wir Teammeetings, gemeinsame Planung und interne Workshops organisieren.
Und an den übrigen Tagen entscheidet man je nach Aufgabe, ob man zu Hause oder im Büro arbeitet. B: Unter der Voraussetzung, dass alle während bestimmter Kernzeiten erreichbar sind, könnte ich dem zustimmen.
Für neue Mitarbeiter könnten wir während der ersten Wochen mehr Präsenztage vorsehen. B: Ja.
Und bei wichtigen Kundenterminen muss persönliche Teilnahme möglich sein, wenn sie fachlich erforderlich ist. A: Einverstanden.
Wir sollten aber noch über die Kollegen sprechen, deren Aufgaben gar nicht im Homeoffice erledigt werden können. B: Das ist ein schwieriger Punkt.
Exakt dieselben Regeln sind dort nicht möglich. A: Gleichbehandlung bedeutet auch nicht unbedingt identische Bedingungen.
Vielleicht könnten diese Beschäftigten andere Formen von Flexibilität bekommen, zum Beispiel mehr Einfluss auf ihre Schichtplanung. B: Das wäre ein sinnvoller Ansatz.
Dann würde Flexibilität nicht ausschließlich über den Arbeitsort definiert. A: Also zwei feste gemeinsame Bürotage, flexible Remote-Tage je nach Aufgabe, besondere Regeln für Einarbeitung und Kundentermine sowie andere Flexibilitätsmöglichkeiten für nicht remote-fähige Tätigkeiten.
Zusätzlich Kernzeiten für Erreichbarkeit. Ich würde das Modell zunächst für einige Monate testen.
Und anschließend Mitarbeiterzufriedenheit, Projektabläufe und Kundenfeedback auswerten. B: Genau.
Wenn sich Probleme zeigen, können wir die Regelung gezielt anpassen, statt pauschal wieder alle ins Büro zu holen.