ROLLEN-DIALOG

C1 · Wer soll bei einer umstrittenen Entscheidung mitentscheiden?

C1~ 8 Min.
Arbeitet zu zweit. Die Neugestaltung eines zentralen Stadtplatzes ist beschlossen, aber die Stadt muss noch festlegen, wer auf welche Weise an der Entscheidung beteiligt wird. Ihr verfügt über unterschiedliche Informationen zu Repräsentativität, Betroffenheit, rechtlicher Verantwortung und fachlichen Grenzen. Entwickelt daraus ein mehrstufiges Entscheidungsverfahren.

Situation

Der Platz wird von Anwohnern, Geschäften und Menschen aus der gesamten Stadt genutzt. Gleichzeitig gelten technische und rechtliche Vorgaben. Strittig ist deshalb nicht nur, welche Interessen berücksichtigt werden, sondern auch, wer überhaupt legitim mitentscheiden darf.
Gemeinsame MissionEntwickelt ein Verfahren, das mindestens vier unterschiedliche Akteursgruppen sinnvoll beteiligt. Legt fest, wer Informationen liefert, wer Empfehlungen formuliert, welche Entscheidungen nicht delegiert werden können, wie Minderheiten berücksichtigt werden und wie die endgültige Entscheidung öffentlich begründet werden muss.
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Redemittel für eure Verhandlung

Offene Beteiligung ist nicht automatisch repräsentative Beteiligung.Die lauteste Gruppe sollte nicht allein deshalb den größten Einfluss erhalten, weil sie am besten organisiert ist.Gleichzeitig tragen unmittelbar Betroffene einen größeren Teil der konkreten Folgen.Betroffenheit ist daher ein relevantes, aber nicht das einzige Legitimationskriterium.Ein zufällig ausgewähltes Bürgergremium kann gesellschaftliche Vielfalt besser abbilden als eine offene Abendveranstaltung.Es verfügt allerdings nicht über dieselbe demokratische Verantwortung wie ein gewähltes Parlament.Fachliche Grenzen sollten transparent benannt werden, bevor über unrealistische Optionen abgestimmt wird.Experten sollten erklären, was möglich ist, aber nicht allein bestimmen, was politisch wünschenswert ist.Die endgültige Entscheidung muss dort liegen, wo auch politische Rechenschaftspflicht besteht.Beteiligung verliert Glaubwürdigkeit, wenn Empfehlungen ohne Begründung ignoriert werden.Direkt Betroffene sollten angehört werden, ohne automatisch ein Vetorecht über Entscheidungen mit stadtweiter Bedeutung zu erhalten.Ein legitimes Verfahren muss Repräsentativität, Betroffenheit, Expertise und Verantwortlichkeit miteinander verbinden.
SPRACHBAU

Grammatik

  • Zunächst müsste zwischen verschiedenen Formen demokratischer Legitimität unterschieden werden.
  • Insofern als bestimmte Gruppen unmittelbar betroffen sind, …
  • Daraus folgt jedoch nicht zwangsläufig, dass …
  • Wenngleich ein zufällig ausgewähltes Gremium nicht gewählt wurde, …
  • Dem ließe sich entgegenhalten, dass …
  • Unter dem Gesichtspunkt der Repräsentativität …
  • Experten sollten insofern Einfluss haben, als …
  • Dies setzt allerdings voraus, dass …
  • Es wäre problematisch, wenn Beteiligung lediglich dazu diente, …
  • Ausschlaggebend sollte sein, wer für … rechenschaftspflichtig ist.
  • Eine Abweichung von den Empfehlungen wäre nur dann legitim, wenn …
  • Daraus ließe sich ein mehrstufiges Verfahren ableiten, bei dem …
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