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So könnte eure Verhandlung klingen.
Ich finde, wir sollten das neue Lernmodell zumindest ausprobieren. Mehr Projektarbeit und selbstständiges Lernen könnten viele Schüler stärker motivieren.
Grundsätzlich bin ich für neue Ideen offen. Ich habe aber Bedenken, dass manche Schüler mit so viel Eigenverantwortung überfordert wären.
Das Risiko gibt es. Eine Nachbarschule hat allerdings ein ähnliches Modell getestet und berichtet von höherer Motivation und weniger nicht erledigten Aufgaben.
Das klingt positiv. Trotzdem müssen wir bedenken, dass unsere Abschlussprüfungen weiterhin viel Fachwissen verlangen.
Wenn wir zu viele klassische Unterrichtsphasen ersetzen, könnte das problematisch werden. A: Ich würde den traditionellen Unterricht auch nicht komplett abschaffen.
Man müsste zwischen direkter Vermittlung und offenen Arbeitsphasen unterscheiden. B: Genau.
Außerdem haben einige Eltern die Sorge, dass stärkere Schüler in Projekten profitieren, während schwächere weniger Unterstützung bekommen. A: Dann müsste zusätzliche Begleitung Teil des Modells sein.
Zum Beispiel könnten Schüler, die Schwierigkeiten mit der Planung haben, regelmäßige kurze Beratungsgespräche bekommen. B: Das wäre hilfreich.
Ein weiteres Problem ist die Bewertung. Einige Kollegen wissen nicht, wie sie Gruppenprojekte gerecht benoten sollen.
Dann brauchen wir klare Kriterien und sollten nicht nur das Endprodukt bewerten. Individuelle Beiträge, Planung und Reflexion könnten ebenfalls berücksichtigt werden.
Dafür müssten die Lehrkräfte allerdings vorbereitet werden. A: Die Schule kann keine komplette Umstellung finanzieren, aber für eine kleinere Gruppe wäre eine Fortbildung möglich.
Das wusste ich nicht. Wie groß stellst du dir den Versuch vor?
Ich würde zunächst nur einen Jahrgang nehmen und vielleicht ein oder zwei Projekttage pro Monat einführen. B: Das erscheint mir deutlich realistischer als eine komplette Wochenumstellung.
Die normalen Fachstunden würden bleiben. Zusätzlich gäbe es projektorientierte Phasen, in denen mehrere Fächer zusammenarbeiten könnten.
Unter der Voraussetzung, dass die Lernziele klar festgelegt werden, könnte ich damit leben. A: Außerdem haben wir für einen kleinen Pilot bereits genügend digitale Geräte.
Dafür müssten wir also nichts neu kaufen. B: Gut.
Dann sollten wir noch festlegen, wie wir den Versuch bewerten. A: Nach einem Halbjahr könnten wir Schüler und Lehrkräfte befragen und außerdem vergleichen, wie sich Motivation, Abgaben und Leistungen entwickelt haben.
Ich würde auch beobachten, ob schwächere Schüler tatsächlich ausreichend unterstützt wurden. A: Einverstanden.
Dann hätten wir nicht nur allgemeine Eindrücke, sondern mehrere Kriterien. B: Unter diesen Bedingungen könnte ich dem Pilotprojekt zustimmen: ein Jahrgang, begrenzte Projekttage, klare Lernziele, individuelle Unterstützung und Fortbildung für die beteiligten Lehrkräfte.
Und nach dem Halbjahr entscheiden wir anhand der Ergebnisse, ob das Modell erweitert, verändert oder beendet wird. B: Genau.
So testen wir etwas Neues, ohne das gesamte Schulsystem sofort umzustellen.