PROFIL

A2: Leselektüre: Gesundheit und Körper

A2 LESETRAINING

Gesundheit und Körper

Lebensnahe Lesetexte für Deutschlernende – mit Fotos, individuellen Lesebegleitern, Verständnisfragen, Lösungen und einem Abschlusstest.

A2 LESEN & VERSTEHEN

Sechs Geschichten über Bauchschmerzen und Arztangst, eine ansteckende Krankheit, einen Fahrradunfall, einen Zahnarztbesuch, Yoga und Muskelkater.

6 Lesetexte 6 Lesebegleiter 60 Textfragen 6 Abschlussfragen
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TEXT 1

Ich habe Bauchschmerzen – aber ich will nicht zum Arzt!

↑ Übersicht

Ich heiße Tim und bin zwölf Jahre alt. Heute früh hatte ich Bauchschmerzen. Es hat im ganzen Bauch gedrückt, und ich konnte kaum essen. Mama hat gleich gesagt: „Wir gehen zum Arzt.“ Aber ich wollte nicht! Ich habe Angst vor dem Arzt. Vielleicht muss er meinen Bauch anfassen oder sogar eine Spritze geben. Ich habe laut gesagt: „Nein, ich will nicht!“ Dann war Mama sauer. Sie hat gesagt, ich solle nicht so ein Theater machen. Aber ich war wirklich nervös.

Papa kam dann nach Hause und hat ganz ruhig mit mir gesprochen. Er hat gesagt: „Der Arzt hilft dir. Er schaut nur und fragt dich ein paar Sachen.“ Ich habe ihm vertraut und bin mitgegangen. Im Wartezimmer saßen viele andere Kinder. Manche waren noch kleiner als ich. Der Arzt war nett. Er hat gefragt, wo es wehtut, und meinen Bauch vorsichtig untersucht. Dann hat er gesagt: „Du hast wahrscheinlich etwas Falsches gegessen.“ Ich habe Tabletten bekommen und soll viel Wasser trinken.

Jetzt bin ich froh, dass ich beim Arzt war. Ich fühle mich besser, und die Bauchschmerzen sind fast weg. Vielleicht ist es doch nicht so schlimm, zum Arzt zu gehen.

Fragen zum Text

10 Fragen
  1. Wie heißt der Junge im Text?
  2. Was hat Tim heute früh gehabt?
  3. Warum wollte Tim nicht zum Arzt gehen?
  4. Wie hat Mama auf Tims Verhalten reagiert?
  5. Was hat Papa gemacht?
  6. Wie war der Arzt?
  7. Was hat der Arzt gesagt?
  8. Was soll Tim jetzt tun?
  9. Wie fühlt sich Tim am Ende des Textes?
  10. Was denkt Tim jetzt über den Arztbesuch?
TEXT 2

Mein kleiner Bruder hat Windpocken! Jetzt darf ich nicht zur Party

↑ Übersicht

Ich heiße Lena und bin dreizehn Jahre alt. Heute ist eigentlich ein besonderer Tag – meine beste Freundin hat Geburtstag und macht eine große Party. Ich habe mich schon seit zwei Wochen darauf gefreut. Aber jetzt kann ich nicht hingehen. Warum? Mein kleiner Bruder Leon hat Windpocken!

Gestern hatte er plötzlich Fieber, heute Morgen waren überall rote Punkte auf seinem Gesicht und Körper. Mama hat gleich gesagt: „Das sind Windpocken. Sehr ansteckend!“ Wir waren dann beim Kinderarzt, und es war wirklich so. Jetzt muss Leon zu Hause bleiben – und ich auch! Der Arzt hat gesagt, dass ich die Krankheit vielleicht schon in mir habe, auch wenn ich noch keine Punkte habe. Ich darf also nicht zur Party gehen, damit ich niemanden anstecke.

Ich war total enttäuscht. Ich habe geweint, weil ich mich so gefreut habe. Mama hat versucht, mich zu trösten. Sie hat gesagt: „Du kannst nächste Woche deine Freundin treffen.“ Aber es ist nicht dasselbe.

Jetzt sitze ich zu Hause, Leon schläft, und ich schreibe meiner Freundin eine Nachricht: „Ich wünsche dir viel Spaß und hoffe, wir sehen uns bald.“ Vielleicht kann ich ihr später ein kleines Geschenk bringen.

Fragen zum Text

10 Fragen
  1. Wie heißt das Mädchen im Text?
  2. Warum ist der Tag besonders?
  3. Was hat Lena geplant?
  4. Was hat ihr Bruder Leon?
  5. Was hat der Arzt gesagt?
  6. Warum darf Lena nicht zur Party?
  7. Wie fühlt sich Lena?
  8. Was macht ihre Mutter?
  9. Was schreibt Lena ihrer Freundin?
  10. Was möchte sie später machen?
TEXT 3

Ich bin vom Fahrrad gefallen – jetzt habe ich einen Gips

↑ Übersicht

Letzte Woche war ich mit meinen Freunden im Park. Es war sonnig, und wir wollten eine kleine Fahrradtour machen. Alles war super – bis ich auf dem Rückweg zu schnell um eine Kurve gefahren bin. Mein Rad ist weggerutscht, und ich bin gefallen.

Zuerst dachte ich, es ist nichts passiert. Aber mein Bein tat weh, und ich konnte nicht mehr richtig stehen. Meine Freunde haben sofort meine Eltern angerufen, und Papa kam mit dem Auto. Im Krankenhaus hat der Arzt ein Röntgenbild gemacht. Ergebnis: Bein gebrochen. Ich war traurig und hatte Angst. Der Arzt hat gesagt: „Keine Sorge, du bekommst einen Gips und musst 4 Wochen lang Krücken benutzen.“

Jetzt habe ich also einen dicken weißen Gips am linken Bein. In der Schule helfen mir meine Freunde – sie tragen meine Tasche und holen mir Bücher. Viele schreiben auf meinen Gips lustige Sprüche oder malen Bilder drauf. Das macht mir gute Laune. Am Anfang war alles schwer, aber jetzt komme ich gut klar.

Ich habe gelernt: Beim Radfahren muss man vorsichtig sein. Und ich bin froh, so gute Freunde zu haben!

Fragen zum Text

10 Fragen
  1. Was haben die Freunde im Park gemacht?
  2. Warum ist das Mädchen gefallen?
  3. Was tat nach dem Sturz weh?
  4. Wer hat die Eltern angerufen?
  5. Wohin hat der Vater sie gebracht?
  6. Was hat der Arzt im Krankenhaus gemacht?
  7. Wie lange muss sie Krücken benutzen?
  8. Wie helfen ihr die Freunde in der Schule?
  9. Was steht auf dem Gips?
  10. Was hat das Mädchen durch den Unfall gelernt?
TEXT 4

Beim Zahnarzt: Ich habe so viel Angst vor dem Bohren!

↑ Übersicht

Ich heiße Jonas und bin 14 Jahre alt. Ich hatte seit ein paar Tagen Zahnschmerzen. Aber ich wollte nicht zum Zahnarzt. Allein das Geräusch vom Bohren macht mir Angst! Mama hat gesagt: „Du musst hin, sonst wird es schlimmer.“ Also hat sie einen Termin gemacht, und ich musste mit.

Im Wartezimmer war ich total nervös. Meine Hände waren schwitzig, und mein Herz klopfte schnell. Ich habe gehofft, dass sie mich vergessen. Aber dann war ich dran. Die Zahnärztin war nett und hat gelächelt. Sie hat gesagt: „Keine Sorge, ich erkläre dir alles.“

Ich musste mich auf den Stuhl setzen, und sie hat erst nur geschaut. Dann hat sie gesagt: „Ein kleines Loch. Wir müssen ein bisschen bohren.“ Ich wollte weglaufen! Aber ich bin geblieben. Es hat ein bisschen gedröhnt, aber es tat nicht weh. Danach habe ich sogar einen kleinen Spiegel bekommen, um meinen Zahn zu sehen.

Jetzt bin ich stolz. Ich habe es geschafft! Und die Schmerzen sind weg. Beim nächsten Mal habe ich bestimmt weniger Angst. Vielleicht.

Fragen zum Text

10 Fragen
  1. Wie heißt der Junge im Text?
  2. Warum hatte er Angst vor dem Zahnarzt?
  3. Was hat Mama gesagt?
  4. Wie fühlte sich Jonas im Wartezimmer?
  5. Was hat die Zahnärztin gemacht?
  6. Was hat sie beim Zahn gesehen?
  7. Was musste Jonas machen?
  8. Wie war das Bohren?
  9. Was hat Jonas nach der Behandlung bekommen?
  10. Wie fühlt sich Jonas am Ende?
TEXT 5

Ich mache jetzt Yoga – für meinen Rücken und meinen Kopf

↑ Übersicht

Ich heiße Mira und bin 15 Jahre alt. In den letzten Monaten hatte ich oft Rückenschmerzen. In der Schule sitzen wir viel, zu Hause mache ich Hausaufgaben – und manchmal hänge ich zu lange am Handy. Meine Mama hat gesagt: „Du musst dich mehr bewegen!“ Zuerst hatte ich keine Lust. Aber dann hat sie mich zu einem Yogakurs mitgenommen.

Beim ersten Mal war ich nervös. Ich dachte, Yoga ist nur für Erwachsene. Aber in der Gruppe waren auch andere Jugendliche. Die Trainerin war freundlich und hat alles gut erklärt. Wir haben einfache Übungen gemacht, uns gestreckt und bewusst geatmet. Es war ruhig, kein Lärm, kein Stress. Ich war total überrascht: Nach der Stunde war mein Rücken entspannt – und mein Kopf auch.

Jetzt mache ich zweimal pro Woche Yoga. Es tut mir gut. Ich schlafe besser, bin ruhiger und habe weniger Schmerzen. Ich hätte nie gedacht, dass mir Yoga so viel bringt!

Fragen zum Text

10 Fragen
  1. Wie heißt das Mädchen im Text?
  2. Was für Probleme hatte sie?
  3. Was hat Mama gesagt?
  4. Wohin hat Mama sie mitgenommen?
  5. Was dachte Mira am Anfang über Yoga?
  6. Wer war in der Gruppe?
  7. Was haben sie beim Yoga gemacht?
  8. Wie fühlte sich Mira nach der ersten Stunde?
  9. Wie oft macht sie jetzt Yoga?
  10. Was hat sich für sie verändert?
TEXT 6

Ich war beim Sport – und hatte am nächsten Tag Muskelkater!

↑ Übersicht

Am Samstag war ich mit meiner Cousine im Fitnessstudio. Sie geht dort regelmäßig hin, aber für mich war es das erste Mal. Wir haben uns aufgewärmt und dann viele Geräte ausprobiert: Laufband, Fahrrad, Hanteln … Ich wollte alles machen – und habe nicht auf meinen Körper gehört.

Am Abend war ich schon ziemlich müde, aber ich dachte: „Das war ein guter Tag!“ Doch am nächsten Morgen kam die Überraschung: Muskelkater überall! In den Beinen, im Rücken, in den Armen. Ich konnte kaum aufstehen, und sogar das Zähneputzen tat weh.

Mama hat gelacht und gesagt: „Willkommen im Club!“ Sie hat mir eine warme Dusche empfohlen und gesagt, dass ich jetzt eine Pause machen soll. Ich habe mich auf das Sofa gelegt und Tee getrunken. Nach zwei Tagen war der Schmerz fast weg.

Ich habe gelernt: Sport ist super – aber man muss es langsam angehen. Und sich danach gut erholen!

Fragen zum Text

10 Fragen
  1. Mit wem war das Mädchen im Fitnessstudio?
  2. War sie dort schon öfter?
  3. Was haben sie im Fitnessstudio gemacht?
  4. Wie fühlte sie sich am Abend?
  5. Was passierte am nächsten Morgen?
  6. Wo hatte sie Muskelkater?
  7. Was hat Mama gesagt?
  8. Was hat sie gegen den Schmerz gemacht?
  9. Wie lange dauerte der Muskelkater?
  10. Was hat sie durch die Erfahrung gelernt?
ABSCHLUSSTEST

Was hast du aus allen sechs Texten verstanden?

Wähle jeweils eine Antwort. Danach erhältst du dein Ergebnis und siehst, welche Antworten richtig waren.

01Was hilft Tim, seine Angst vor dem Arzt zu überwinden?
02Warum darf Lena nicht zur Party gehen?
03Wie unterstützen die Freunde das verletzte Mädchen?
04Wie erlebt Jonas das Bohren tatsächlich?
05Was verändert sich durch das regelmäßige Yoga bei Mira?
06Was lernt die Person nach dem starken Muskelkater?
Lesezimmer · A2

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