PROFIL

B1: Leselektüre: Medien und Technik

B1 LESETRAINING

Medien und Technik

Lebensnahe Lesetexte für Deutschlernende – mit Fotos, individuellen Lesebegleitern, Verständnisfragen, Lösungen und einem Abschlusstest.

B1 LESEN & VERSTEHEN

Zehn Geschichten über digitale Nachrichten, Datenschutz, Gruppenchat, Datensicherheit, soziale Medien, Online-Shopping, Lern-Apps und KI.

10 Lesetexte 10 Lesebegleiter 80 Textfragen 10 Abschlussfragen
Lesen · Wortschatz sichern · Fragen beantworten
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TEXT 1

Die Nachricht, die zu schnell verschickt wurde

↑ Übersicht

Eigentlich wollte Jonas nur seiner besten Freundin schreiben. Er war genervt, weil ein Mitschüler in der Gruppenarbeit wieder nichts vorbereitet hatte. Also tippte Jonas schnell: „Mit Ben kann man echt nichts planen. Am Ende machen wir sowieso alles allein.“

Er drückte auf Senden und merkte im selben Moment, dass etwas nicht stimmte. Die Nachricht war nicht an seine Freundin gegangen, sondern in den Gruppenchat der Projektgruppe. Dort waren auch Ben und die Lehrerin. Jonas starrte auf den Bildschirm. Sein Herz schlug schneller. Für ein paar Sekunden hoffte er, dass niemand die Nachricht gelesen hatte.

Dann erschien unter der Nachricht: „Gelesen von Ben.“ Kurz darauf schrieb Ben: „Danke, sehr nett.“ Danach war der Chat still. Jonas wollte die Nachricht löschen, aber er wusste, dass es zu spät war. Am liebsten hätte er das Handy ausgeschaltet und so getan, als wäre nichts passiert.

Am nächsten Tag sprach Ben ihn in der Pause an. Jonas entschuldigte sich sofort. Er sagte nicht, dass die Nachricht falsch verstanden worden sei. Das wäre nicht ehrlich gewesen. Stattdessen erklärte er, dass er wütend war und unüberlegt geschrieben hatte. Ben war verletzt, aber er hörte zu.

Später setzten sie sich zusammen und teilten die Aufgaben neu auf. Ben gab zu, dass er wirklich zu wenig gemacht hatte. Jonas gab zu, dass er besser direkt hätte sprechen sollen. Seitdem schreibt Jonas wütende Nachrichten nicht mehr sofort ab. Er lässt sie manchmal eine Minute stehen. Diese Minute hat ihm schon mehr als einmal Ärger erspart.

Fragen zum Text

8 Fragen
  1. Warum ist Jonas am Anfang genervt?
  2. Was schreibt Jonas in die Nachricht?
  3. An wen sollte die Nachricht eigentlich gehen?
  4. Wo landet die Nachricht aus Versehen?
  5. Wie reagiert Ben im Gruppenchat?
  6. Warum löscht Jonas die Nachricht nicht einfach?
  7. Wie entschuldigt sich Jonas am nächsten Tag?
  8. Was lernt Jonas aus der Situation?
TEXT 2

Mein Handy weiß zu viel

↑ Übersicht

Lara bemerkte es zum ersten Mal nach einem Gespräch mit ihrer Schwester. Sie hatten in der Küche über neue Laufschuhe gesprochen. Lara hatte nichts gesucht, nichts gekauft und keine App geöffnet. Trotzdem sah sie am Abend auf ihrem Handy Werbung für Laufschuhe. „Das ist doch unheimlich“, sagte sie.

Ihre Schwester meinte, vielleicht sei das Zufall. Aber Lara wurde neugierig. Sie öffnete die Einstellungen auf ihrem Handy und sah sich an, welche Apps Zugriff auf Standort, Mikrofon, Kamera und Kontakte hatten. Sie war überrascht. Eine Wetter-App durfte ihren Standort immer sehen. Eine Spiele-App hatte Zugriff auf ihre Kontakte. Eine alte Foto-App durfte die Kamera benutzen, obwohl Lara sie seit Monaten nicht geöffnet hatte.

Zuerst fühlte Lara sich kontrolliert. Dann wurde sie wütend auf sich selbst. Sie hatte bei vielen Apps einfach auf „Erlauben“ gedrückt, weil sie schnell weiterkommen wollte. Datenschutz hatte für sie immer langweilig geklungen. Jetzt merkte sie, dass es um ihren Alltag ging.

Am Wochenende nahm sie sich eine Stunde Zeit. Sie löschte alte Apps, änderte einige Einstellungen und schaltete personalisierte Werbung teilweise aus. Außerdem änderte sie zwei Passwörter, die sie schon viel zu lange benutzt hatte.

Danach war ihr Handy nicht plötzlich geheimnisfrei. Lara wusste, dass sie nicht alles kontrollieren konnte. Aber sie fühlte sich weniger hilflos. Sie verstand: Datenschutz beginnt nicht erst bei großen Skandalen. Manchmal beginnt er mit einer kleinen Frage: Warum braucht diese App eigentlich diese Erlaubnis?

Fragen zum Text

8 Fragen
  1. Welche Werbung sieht Lara nach dem Gespräch mit ihrer Schwester?
  2. Warum findet Lara die Situation unheimlich?
  3. Welche App-Zugriffe überprüft Lara?
  4. Was überrascht Lara bei den Einstellungen?
  5. Warum hatte Lara früher oft auf „Erlauben“ gedrückt?
  6. Was macht Lara am Wochenende?
  7. Warum fühlt sie sich danach weniger hilflos?
  8. Was versteht Lara über Datenschutz?
TEXT 3

Wenn der Gruppenchat nicht schläft

↑ Übersicht

Der Klassenchat von Maja war eigentlich praktisch. Dort wurden Hausaufgaben erklärt, Termine erinnert und manchmal Fotos von Tafelbildern geteilt. Ohne den Chat hätte Maja schon mehrmals etwas vergessen. Trotzdem begann sie den Chat irgendwann zu hassen.

Das Problem war nicht eine einzelne Nachricht. Das Problem war, dass der Chat nie still war. Nachmittags schickte jemand ein Bild, abends fragte jemand nach Mathe, kurz vor dem Schlafen diskutierten andere über einen Test. Wenn Maja das Handy weglegte, vibrierte es wieder. Wenn sie nicht antwortete, hatte sie später fünfzig neue Nachrichten.

Einmal wachte Maja nachts auf, weil ihr Handy leuchtete. Jemand hatte um 00:37 Uhr gefragt, ob morgen Sport ausfällt. Am nächsten Morgen war Maja müde und gereizt. In der Schule sagte sie zu ihrer Freundin: „Ich kann nicht mehr. Aber wenn ich den Chat stumm schalte, verpasse ich vielleicht etwas Wichtiges.“

Ihre Freundin zeigte ihr eine Einstellung: Benachrichtigungen stumm schalten, aber wichtige Nachrichten später lesen. Außerdem schlug sie vor, im Chat eine Regel vorzuschlagen: Nach 21 Uhr nur noch wirklich wichtige Informationen. Maja hatte Angst, dass alle lachen würden. Doch mehrere aus der Klasse fanden die Idee gut.

Seitdem ist der Chat nicht perfekt, aber ruhiger. Maja liest ihn zweimal am Tag bewusst und nicht mehr bei jeder Vibration. Sie hat gelernt, dass digitale Kommunikation Grenzen braucht. Ein Gruppenchat soll helfen, nicht den ganzen Tag bestimmen.

Fragen zum Text

8 Fragen
  1. Warum ist der Klassenchat für Maja praktisch?
  2. Warum beginnt Maja den Chat zu hassen?
  3. Was passiert einmal nachts?
  4. Wie fühlt sich Maja am nächsten Morgen?
  5. Warum möchte sie den Chat zuerst nicht stumm schalten?
  6. Welche Einstellung zeigt ihr die Freundin?
  7. Welche Regel schlägt Maja im Chat vor?
  8. Was lernt Maja über digitale Kommunikation?
TEXT 4

Hilfe, der Laptop ist weg

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Als David in der Bibliothek lernen wollte, stellte er seinen Laptop auf den Tisch, legte den Rucksack daneben und ging kurz zum Regal. Er wollte nur ein Buch holen. Es dauerte vielleicht drei Minuten. Als er zurückkam, war der Laptop weg.

Zuerst dachte David, er sei am falschen Tisch. Dann sah er seinen Rucksack, seine Wasserflasche und sein Notizbuch. Nur der Laptop fehlte. Ihm wurde heiß. Auf dem Laptop waren seine Präsentation, Fotos, persönliche Dateien und mehrere gespeicherte Passwörter.

Er lief zur Information der Bibliothek. Die Mitarbeiterin blieb ruhig und fragte, ob der Laptop gesichert sei. David wusste es nicht genau. Ein Passwort hatte er, aber die Dateien waren nicht zusätzlich geschützt. Außerdem hatte er seit Wochen kein Backup gemacht. Plötzlich merkte er, dass nicht nur das Gerät wertvoll war, sondern vor allem die Daten darauf.

Die Bibliothek überprüfte die Fundstelle und informierte den Sicherheitsdienst. Nach einer Stunde kam eine gute Nachricht: Ein Student hatte den Laptop versehentlich eingepackt, weil er ein ähnliches Modell hatte. Er brachte ihn zurück und entschuldigte sich.

David war erleichtert, aber auch beschämt. Am Abend änderte er alle wichtigen Passwörter, aktivierte eine Ortungsfunktion und speicherte seine Dateien zusätzlich online. Früher hatte er Sicherheit als nervige Extraarbeit gesehen. Jetzt wusste er: Technik verliert man nicht nur, wenn sie gestohlen wird. Man verliert sie auch, wenn man nicht vorbereitet ist.

Fragen zum Text

8 Fragen
  1. Wo ist David, als der Laptop verschwindet?
  2. Warum geht David kurz vom Tisch weg?
  3. Was liegt noch auf dem Tisch, als er zurückkommt?
  4. Welche wichtigen Dinge sind auf dem Laptop?
  5. Warum wird David plötzlich klar, dass die Daten besonders wichtig sind?
  6. Was stellt sich später heraus?
  7. Was macht David am Abend?
  8. Was lernt David über digitale Sicherheit?
TEXT 5

Ein Video geht durch die Klasse

↑ Übersicht

In der Pause stolperte Nico auf dem Schulhof über seinen eigenen Rucksack. Es sah komisch aus, und einige lachten. Nico lachte zuerst selbst mit. Er war nicht verletzt, nur ein bisschen rot im Gesicht. Dann sah er, dass jemand die Szene gefilmt hatte.

Eine Stunde später war das Video im Klassenchat. Darunter standen lachende Emojis und kurze Kommentare. Einige meinten es nicht böse, aber Nico fühlte sich plötzlich nicht mehr wie jemand, der über einen kleinen Unfall lachen konnte. Er fühlte sich beobachtet.

Am Nachmittag wurde das Video weitergeschickt. Sogar jemand aus einer anderen Klasse schrieb ihm. Nico wollte nicht mehr antworten. Er sagte zu seiner Freundin Emma: „Wenn es nur in der Pause passiert wäre, wäre es vorbei. Aber online hört es nicht auf.“

Emma verstand ihn. Sie schrieb in den Klassenchat, dass das Video gelöscht werden sollte, weil Nico nicht gefragt worden war. Zuerst kam ein Witz zurück. Dann schrieb die Klassensprecherin, dass Emma recht hatte. Nach und nach löschten mehrere das Video.

Am nächsten Tag sprach die Lehrerin mit der Klasse. Sie sagte, dass ein lustiger Moment nicht automatisch ein öffentliches Video ist. Nico musste nicht viel sagen, aber er war froh, dass jemand das Problem ernst nahm.

Seitdem fragt Emma, bevor sie Fotos oder Videos von anderen teilt. Für sie ist klar: Ein Handy macht es leicht, etwas aufzunehmen. Aber Verantwortung beginnt erst danach.

Fragen zum Text

8 Fragen
  1. Was passiert Nico in der Pause?
  2. Warum lacht Nico zuerst selbst mit?
  3. Was entdeckt Nico nach dem Stolpern?
  4. Wo landet das Video später?
  5. Warum fühlt sich Nico unwohl?
  6. Was schreibt Emma in den Klassenchat?
  7. Was sagt die Lehrerin am nächsten Tag?
  8. Was lernt Emma aus der Situation?
TEXT 6

Technik hilft Oma

↑ Übersicht

Als Emil seiner Oma ein neues Smartphone schenkte, war sie nicht begeistert. „Mein altes Telefon funktioniert doch“, sagte sie. Emil erklärte, dass sie mit dem neuen Gerät Fotos bekommen, Videoanrufe machen und Nachrichten schreiben könne. Seine Oma sah das Handy an, als wäre es ein kompliziertes Rätsel.

Am ersten Nachmittag wollte Emil ihr alles zeigen: Kamera, Kontakte, Messenger, Wetter-App und Videotelefonie. Nach zwanzig Minuten war seine Oma müde. „Langsam“, sagte sie. „Ich brauche nicht zehn Funktionen. Ich brauche drei.“

Emil merkte, dass er zu schnell war. Also machten sie einen kleinen Plan. Zuerst lernte seine Oma, wie sie ihn anrufen kann. Danach übten sie, ein Foto zu öffnen. Am Ende zeigte Emil ihr, wie sie eine Sprachnachricht schickt, weil Schreiben ihr schwerfiel.

In den nächsten Tagen rief sie ihn mehrmals aus Versehen an. Einmal schickte sie eine leere Sprachnachricht. Ein anderes Mal fotografierte sie ihren Küchentisch statt den Kuchen. Emil musste lachen, aber er lachte nicht über sie. Er sagte: „Das passiert jedem am Anfang.“

Zwei Wochen später bekam Emil eine Sprachnachricht: „Der Kuchen ist fertig. Komm vorbei.“ Dazu kam ein Foto, auf dem tatsächlich der Kuchen zu sehen war. Emil freute sich mehr darüber, als er erwartet hatte.

Er verstand: Technik ist nicht automatisch hilfreich. Sie wird erst hilfreich, wenn Menschen sie in ihrem eigenen Tempo benutzen können.

Fragen zum Text

8 Fragen
  1. Warum ist Emils Oma zuerst nicht begeistert?
  2. Welche Funktionen möchte Emil ihr am Anfang zeigen?
  3. Warum ist das für die Oma zu viel?
  4. Was sagt die Oma über die Funktionen?
  5. Welche drei Dinge üben sie zuerst?
  6. Welche Fehler passieren der Oma am Anfang?
  7. Welche Nachricht bekommt Emil nach zwei Wochen?
  8. Was versteht Emil über Technik?
TEXT 7

Online einkaufen – fast zu einfach

↑ Übersicht

Für Nora war Online-Shopping praktisch. Wenn sie neue Kopfhörer, ein Buch oder ein Geschenk brauchte, musste sie nicht in die Stadt fahren. Ein paar Klicks, und zwei Tage später lag das Paket vor der Tür. Genau das fand sie bequem.

Vor dem Geburtstag ihrer Freundin suchte Nora ein Geschenk. Sie wollte eigentlich nur eine kleine Tasche kaufen. Doch der Online-Shop zeigte ihr passende Schlüsselanhänger, Rabattaktionen, Empfehlungen und Produkte, die andere Kunden gekauft hatten. Nach einer halben Stunde lagen nicht nur die Tasche, sondern auch eine Handyhülle und ein Notizbuch im Warenkorb.

Nora klickte fast auf „Bestellen“. Dann sah sie den Gesamtpreis. Er war viel höher, als sie geplant hatte. Sie hielt kurz inne. Brauchte sie die Handyhülle wirklich? Und das Notizbuch? Oder hatte der Shop sie nur geschickt dazu gebracht, mehr zu kaufen?

Sie löschte zwei Artikel aus dem Warenkorb und bestellte nur die Tasche. Am nächsten Tag ging sie in der Stadt noch in einen kleinen Laden und kaufte eine Karte dazu. Das dauerte länger, fühlte sich aber persönlicher an.

Nora kauft weiterhin online ein. Aber sie wartet vor dem Bestellen jetzt oft zehn Minuten. Manchmal merkt sie dann, dass sie etwas gar nicht braucht. Für sie ist Online-Shopping nicht schlecht. Aber es ist fast zu einfach. Genau deshalb muss man manchmal langsamer klicken.

Fragen zum Text

8 Fragen
  1. Warum findet Nora Online-Shopping praktisch?
  2. Was möchte Nora zuerst kaufen?
  3. Was zeigt ihr der Online-Shop zusätzlich?
  4. Welche Dinge landen im Warenkorb?
  5. Warum klickt Nora nicht sofort auf „Bestellen“?
  6. Welche Artikel löscht sie wieder?
  7. Was kauft sie später in der Stadt?
  8. Was macht Nora jetzt vor dem Bestellen?
TEXT 8

Lernen mit Apps

↑ Übersicht

Ben hatte eine neue Lern-App heruntergeladen. Sie versprach, dass man mit nur zehn Minuten am Tag große Fortschritte machen könne. Das klang perfekt. Ben mochte klare Ziele, Punkte und kleine Belohnungen. Schon nach drei Tagen hatte er eine Serie aufgebaut und wollte sie nicht verlieren.

Am Anfang lernte er wirklich regelmäßiger. Im Bus wiederholte er Vokabeln, abends machte er kurze Übungen, und die App erinnerte ihn freundlich daran, weiterzumachen. Ben war stolz, weil er früher oft vergessen hatte zu lernen.

Nach zwei Wochen merkte er aber etwas Komisches. Er klickte manchmal nur noch schnell durch die Aufgaben, damit die Serie blieb. Wenn er einen Fehler machte, ärgerte er sich mehr über den verlorenen Punkt als über das Wort, das er nicht verstanden hatte. Die App motivierte ihn, aber sie machte ihn auch unruhig.

Seine Lehrerin fragte im Unterricht, ob die Klasse Lern-Apps nützlich findet. Ben erzählte ehrlich von seiner Erfahrung. Die Lehrerin sagte: „Eine App kann helfen, aber sie weiß nicht immer, ob du wirklich verstanden hast.“

Seitdem benutzt Ben die App anders. Er macht weniger Aufgaben, aber schreibt schwierige Wörter zusätzlich in ein Heft. Manchmal spricht er neue Sätze laut aus, statt nur zu tippen. Die App ist für ihn kein Lehrer mehr, sondern ein Werkzeug. Und ein Werkzeug ist nur gut, wenn man weiß, wofür man es benutzt.

Fragen zum Text

8 Fragen
  1. Warum lädt Ben die Lern-App herunter?
  2. Was gefällt Ben an der App?
  3. Wie hilft ihm die App am Anfang?
  4. Was verändert sich nach zwei Wochen?
  5. Warum ärgert sich Ben bei Fehlern?
  6. Was sagt die Lehrerin über Lern-Apps?
  7. Wie benutzt Ben die App danach anders?
  8. Was versteht Ben über digitale Werkzeuge?
TEXT 9

KI als Lernhilfe?

↑ Übersicht

Als die Klasse einen Aufsatz schreiben sollte, hörte Mia in der Pause zum ersten Mal, dass einige künstliche Intelligenz benutzen. „Die schreibt dir den Text in einer Minute“, sagte ein Mitschüler. Mia war neugierig. Zu Hause öffnete sie ein KI-Programm und gab das Thema ein.

Der Text erschien wirklich schnell. Er klang ordentlich, hatte gute Übergänge und kaum Fehler. Mia war beeindruckt. Gleichzeitig fühlte sie sich unwohl. Der Text war nicht falsch, aber er war auch nicht wirklich ihrer. Sie hätte ihn abgeben können, ohne viel zu ändern. Genau das machte sie nervös.

Am nächsten Tag fragte sie ihre Lehrerin, ob man KI beim Lernen benutzen dürfe. Die Lehrerin sagte nicht einfach Ja oder Nein. Sie erklärte, dass KI helfen kann, Ideen zu sammeln, Wörter zu erklären oder einen Text zu verbessern. Aber wenn man einen fertigen Text übernimmt, lernt man wenig und ist nicht ehrlich.

Mia probierte einen anderen Weg. Sie schrieb zuerst selbst einen Entwurf. Danach bat sie die KI, schwierige Sätze zu markieren und einfachere Formulierungen vorzuschlagen. Einige Vorschläge waren gut, andere passten nicht zu ihrem Stil. Mia musste entscheiden.

Am Ende war ihr Text nicht perfekt, aber er war ihrer. Mia verstand: KI kann eine Hilfe sein, wenn man aktiv bleibt. Sie kann Fragen beantworten, aber sie sollte nicht das eigene Denken ersetzen.

Fragen zum Text

8 Fragen
  1. Warum wird Mia neugierig auf KI?
  2. Was macht das KI-Programm zu Hause?
  3. Warum fühlt Mia sich trotzdem unwohl?
  4. Was fragt Mia ihre Lehrerin?
  5. Wobei kann KI laut Lehrerin helfen?
  6. Warum soll man keinen fertigen Text übernehmen?
  7. Wie nutzt Mia die KI später anders?
  8. Was versteht Mia am Ende über KI?
TEXT 10

Digital aufräumen

↑ Übersicht

Als Paul ein Foto machen wollte, erschien auf seinem Handy die Meldung: „Speicher fast voll.“ Er war genervt. Das passierte nicht zum ersten Mal. Immer löschte er schnell zwei alte Bilder und machte weiter. Diesmal funktionierte das nicht mehr.

Paul öffnete seine Galerie. Dort waren hunderte Fotos: unscharfe Bilder, Screenshots von Stundenplänen, alte Memes, doppelte Aufnahmen und Fotos von Dingen, an die er sich nicht einmal erinnerte. In seinen Nachrichten fand er noch mehr Dateien. Sein Handy war wie ein Zimmer, das niemand seit Monaten aufgeräumt hatte.

Zuerst wollte Paul einfach alles löschen. Dann bekam er Angst, wichtige Erinnerungen zu verlieren. Also machte er es langsam. Er erstellte Ordner, speicherte besondere Fotos zusätzlich und löschte, was er wirklich nicht brauchte. Danach sortierte er Apps, die er nie benutzte, und entfernte alte Downloads.

Beim Aufräumen fand er Fotos von einem Ausflug, die er fast vergessen hatte. Er schickte einige davon an seine Freunde, und sie erinnerten sich gemeinsam an den Tag. Paul merkte: Digitaler Speicher ist nicht nur Technik. Dort liegen auch Erinnerungen, Aufgaben und kleine Teile des Alltags.

Nach zwei Stunden hatte Paul wieder Platz auf dem Handy. Aber noch wichtiger war, dass er sich leichter fühlte. Seitdem räumt er einmal im Monat digital auf. Nicht perfekt, aber regelmäßig. Denn auch ein Bildschirm kann unordentlich werden.

Fragen zum Text

8 Fragen
  1. Welche Meldung erscheint auf Pauls Handy?
  2. Was macht Paul sonst immer schnell?
  3. Was findet Paul in seiner Galerie?
  4. Warum möchte Paul nicht einfach alles löschen?
  5. Wie räumt Paul sein Handy auf?
  6. Was findet Paul beim Aufräumen wieder?
  7. Warum ist digitaler Speicher für Paul mehr als Technik?
  8. Was macht Paul seitdem einmal im Monat?
ABSCHLUSSTEST

Was hast du aus allen zehn Texten verstanden?

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01Was verändert Jonas nach der falsch verschickten Nachricht?
02Was tut Lara für mehr Datenschutz?
03Welche Lösung findet Maja für den unruhigen Klassenchat?
04Warum ändert David seine digitalen Sicherheitsgewohnheiten?
05Was ist das zentrale Problem beim Video von Nico?
06Warum gelingt Emils Oma der Umgang mit dem Smartphone später besser?
07Wie schützt Nora sich vor unnötigen Online-Käufen?
08Was erkennt Ben über seine Lern-App?
09Wie benutzt Mia KI am Ende sinnvoller?
10Was ist Pauls wichtigste Erkenntnis beim digitalen Aufräumen?
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