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Germannika
A2.2
Wenn jede Minute zählt – Wie löst man ein Problem gemeinsam?
DRINGENDE ZUSTELLUNG, ORIENTIERUNG UND NACHBARSCHAFTSHILFE1 Begleitmaterial1 Aufgabe
Begleitmaterial
Begleitmaterial · Buchauszug / Textauszug
Emil findet das richtige Haus nicht
Arbeitsauftrag
Lesen Sie den Auszug. Achten Sie darauf, warum die Zustellung dringend ist, welche Schwierigkeiten Emil hat und wie die Bewohner der Straße gemeinsam eine Lösung finden.
BUCHAUSZUG
Der Mittwoch ohne Hausnummern
Es war Emils erster Arbeitstag als alleiniger Briefträger. Am Morgen hatte ihm seine Kollegin die Route erklärt. Eigentlich sollte die Zustellung nicht schwierig sein.
Als Emil in die lange Straße einbog, bemerkte er jedoch sofort ein Problem: An keinem Haus war eine Nummer zu sehen. An einigen Wänden waren nur noch helle Stellen. Offenbar hatte jemand alle Schilder entfernt.
Die meisten Briefe konnte Emil später noch einmal bringen. In seiner Tasche lag aber auch ein kleines gekühltes Paket. Darin befand sich ein Medikament für eine Patientin. Auf dem Hinweis stand, dass die Sendung schnell zugestellt und kühl gelagert werden musste.
Emil klingelte am ersten Haus. Der Mann an der Tür kannte den Namen der Patientin nicht. Auch die Frau aus dem Nachbarhaus konnte nicht helfen. Sie wusste zwar, wer direkt neben ihr wohnte, aber nicht, welche Nummer die Häuser hatten.
Nach und nach kamen weitere Bewohner auf die Straße. Einer erinnerte sich an einen Garten mit weißen Rosen. Eine andere Frau wusste, dass die gesuchte Patientin gegenüber einer kleinen Garage wohnte. Ein älterer Nachbar schlug vor, die Häuser von der Straßenecke aus gemeinsam zu zählen.
Die Gruppe ging langsam die Straße entlang. Schließlich fanden sie das richtige Haus. Emil übergab das Medikament noch rechtzeitig.
Auf dem Rückweg dachte er über die Straße nach. Viele Menschen lebten dort seit Jahren. Trotzdem kannten sie oft weder die Namen noch die Hausnummern ihrer Nachbarn. Erst das gemeinsame Problem hatte sie miteinander ins Gespräch gebracht.
Als Emil in die lange Straße einbog, bemerkte er jedoch sofort ein Problem: An keinem Haus war eine Nummer zu sehen. An einigen Wänden waren nur noch helle Stellen. Offenbar hatte jemand alle Schilder entfernt.
Die meisten Briefe konnte Emil später noch einmal bringen. In seiner Tasche lag aber auch ein kleines gekühltes Paket. Darin befand sich ein Medikament für eine Patientin. Auf dem Hinweis stand, dass die Sendung schnell zugestellt und kühl gelagert werden musste.
Emil klingelte am ersten Haus. Der Mann an der Tür kannte den Namen der Patientin nicht. Auch die Frau aus dem Nachbarhaus konnte nicht helfen. Sie wusste zwar, wer direkt neben ihr wohnte, aber nicht, welche Nummer die Häuser hatten.
Nach und nach kamen weitere Bewohner auf die Straße. Einer erinnerte sich an einen Garten mit weißen Rosen. Eine andere Frau wusste, dass die gesuchte Patientin gegenüber einer kleinen Garage wohnte. Ein älterer Nachbar schlug vor, die Häuser von der Straßenecke aus gemeinsam zu zählen.
Die Gruppe ging langsam die Straße entlang. Schließlich fanden sie das richtige Haus. Emil übergab das Medikament noch rechtzeitig.
Auf dem Rückweg dachte er über die Straße nach. Viele Menschen lebten dort seit Jahren. Trotzdem kannten sie oft weder die Namen noch die Hausnummern ihrer Nachbarn. Erst das gemeinsame Problem hatte sie miteinander ins Gespräch gebracht.
Quelle: Germannika, „Der Mittwoch ohne Hausnummern“ · 2026 · Lese-Episode · Autorische Kurzfassung auf Grundlage der Lese-Episode „Der Mittwoch ohne Hausnummern“, Niveau A2.2Originalquelle ↗
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