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Germannika
B2.2
Soll die Vier-Tage-Schulwoche eingeführt werden?
SCHULE, UNTERRICHTSORGANISATION UND VIER-TAGE-WOCHE2 Begleitmaterialien1 Aufgabe
Begleitmaterial
Begleitmaterial · Sachtext / Artikel
Zwei Modelle für die Schulwoche
Arbeitsauftrag
Vergleichen Sie die beiden Stundenpläne. Achten Sie auf Unterrichtszeiten, Pausen, freie Nachmittage und zusätzliche Lernzeiten.
PLANUNG DER SCHULLEITUNG
Die Humboldt-Schule prüft für die Klassen 9 bis 11 zwei unterschiedliche Wochenmodelle.
MODELL A – KLASSISCHE FÜNF-TAGE-WOCHE
MONTAG
08:00–13:20 Uhr: sechs Unterrichtsstunden
14:15–15:45 Uhr: Wahlpflichtkurs
DIENSTAG
08:00–13:20 Uhr: sechs Unterrichtsstunden
Nachmittag frei
MITTWOCH
08:00–13:20 Uhr: sechs Unterrichtsstunden
14:15–15:45 Uhr: Sport oder Arbeitsgemeinschaft
DONNERSTAG
08:00–13:20 Uhr: sechs Unterrichtsstunden
Nachmittag frei
FREITAG
08:00–13:20 Uhr: sechs Unterrichtsstunden
Gesamt:
32 Unterrichtsstunden an fünf Tagen
Vorteile:
• Unterrichtstage enden meistens früh
• regelmäßige Verteilung des Lernstoffs
• freie Nachmittage für Termine und Hausaufgaben
Nachteile:
• fünf Schulwege pro Woche
• wenig Zeit für längere Projekte
• einzelne Unterrichtsstunden fallen durch Veranstaltungen leichter aus
MODELL B – VIER-TAGE-SCHULWOCHE
MONTAG BIS DONNERSTAG
08:00–16:00 Uhr
Pro Tag:
• acht Unterrichtsstunden
• zwei längere Pausen
• gemeinsames Mittagessen
• tägliche Lernzeit von 45 Minuten für Hausaufgaben und selbstständiges Arbeiten
FREITAG
Kein regulärer Unterricht
Mögliche Angebote am Freitag:
• freiwillige Förderkurse
• Beratungsgespräche
• Schulprojekte
• Betreuung von 08:00 bis 13:00 Uhr
Gesamt:
32 Unterrichtsstunden an vier Tagen
Vorteile:
• ein zusätzlicher freier Tag
• weniger Schulwege
• mehr Zeit für Projekte und längere Arbeitsphasen
• ein Teil der Hausaufgaben wird bereits in der Schule erledigt
Nachteile:
• sehr lange und anstrengende Schultage
• weniger Zeit für Vereine, Musikunterricht und Nebenjobs von Montag bis Donnerstag
• zusätzlicher Organisationsaufwand für Mittagessen und Betreuung
• mögliche Probleme für Familien, die freitags Betreuung benötigen
VORGESCHLAGENE TESTPHASE
Dauer:
ein Schulhalbjahr
Teilnehmende:
Klassen 9 und 10
Auswertung anhand von:
• Leistungen und Fehlzeiten
• Konzentration am Nachmittag
• Zufriedenheit von Schülerinnen, Schülern, Eltern und Lehrkräften
• Teilnahme an freiwilligen Freitagsangeboten
Die Humboldt-Schule prüft für die Klassen 9 bis 11 zwei unterschiedliche Wochenmodelle.
MODELL A – KLASSISCHE FÜNF-TAGE-WOCHE
MONTAG
08:00–13:20 Uhr: sechs Unterrichtsstunden
14:15–15:45 Uhr: Wahlpflichtkurs
DIENSTAG
08:00–13:20 Uhr: sechs Unterrichtsstunden
Nachmittag frei
MITTWOCH
08:00–13:20 Uhr: sechs Unterrichtsstunden
14:15–15:45 Uhr: Sport oder Arbeitsgemeinschaft
DONNERSTAG
08:00–13:20 Uhr: sechs Unterrichtsstunden
Nachmittag frei
FREITAG
08:00–13:20 Uhr: sechs Unterrichtsstunden
Gesamt:
32 Unterrichtsstunden an fünf Tagen
Vorteile:
• Unterrichtstage enden meistens früh
• regelmäßige Verteilung des Lernstoffs
• freie Nachmittage für Termine und Hausaufgaben
Nachteile:
• fünf Schulwege pro Woche
• wenig Zeit für längere Projekte
• einzelne Unterrichtsstunden fallen durch Veranstaltungen leichter aus
MODELL B – VIER-TAGE-SCHULWOCHE
MONTAG BIS DONNERSTAG
08:00–16:00 Uhr
Pro Tag:
• acht Unterrichtsstunden
• zwei längere Pausen
• gemeinsames Mittagessen
• tägliche Lernzeit von 45 Minuten für Hausaufgaben und selbstständiges Arbeiten
FREITAG
Kein regulärer Unterricht
Mögliche Angebote am Freitag:
• freiwillige Förderkurse
• Beratungsgespräche
• Schulprojekte
• Betreuung von 08:00 bis 13:00 Uhr
Gesamt:
32 Unterrichtsstunden an vier Tagen
Vorteile:
• ein zusätzlicher freier Tag
• weniger Schulwege
• mehr Zeit für Projekte und längere Arbeitsphasen
• ein Teil der Hausaufgaben wird bereits in der Schule erledigt
Nachteile:
• sehr lange und anstrengende Schultage
• weniger Zeit für Vereine, Musikunterricht und Nebenjobs von Montag bis Donnerstag
• zusätzlicher Organisationsaufwand für Mittagessen und Betreuung
• mögliche Probleme für Familien, die freitags Betreuung benötigen
VORGESCHLAGENE TESTPHASE
Dauer:
ein Schulhalbjahr
Teilnehmende:
Klassen 9 und 10
Auswertung anhand von:
• Leistungen und Fehlzeiten
• Konzentration am Nachmittag
• Zufriedenheit von Schülerinnen, Schülern, Eltern und Lehrkräften
• Teilnahme an freiwilligen Freitagsangeboten
Quelle: Germannika · „Zwei Modelle für die Schulwoche“ · Germannika · Schreibbibliothek · Eigenes Unterrichtsmaterial für die Schreibaufgabe „Soll die Vier-Tage-Schulwoche eingeführt werden?“ · Abruf: 02.08.2026Eigenes Übungsmaterial von Germannika. · Eigener Inhalt von Germannika
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Stimmen aus der Schulgemeinschaft
Arbeitsauftrag
Lesen Sie die drei Stellungnahmen. Welche Interessen und Befürchtungen vertreten die Schülerin, der Vater und die Lehrerin?
DISKUSSION ÜBER DIE VIER-TAGE-SCHULWOCHE
MIA, SCHÜLERIN DER KLASSE 10B
Ich würde Modell B gern ausprobieren. Ein freier Freitag wäre für längere Hausaufgaben, Arzttermine oder Erholung sehr hilfreich. Außerdem müsste ich nur viermal pro Woche fast eine Stunde zur Schule fahren. Die tägliche Lernzeit finde ich besonders sinnvoll, weil man viele Aufgaben bereits mit Unterstützung der Lehrkräfte erledigen könnte.
Allerdings spiele ich montags und mittwochs ab 17:00 Uhr Volleyball. Wenn die Schule erst um 16:00 Uhr endet, müsste ich direkt vom Unterricht zum Training fahren. Nach acht Stunden wäre ich wahrscheinlich zu müde, um mich dort noch richtig zu konzentrieren.
HERR KRAMER, VATER EINES NEUNTKLÄSSLERS
Ein zusätzlicher freier Tag klingt zunächst attraktiv, löst aber nicht für alle Familien Probleme. Viele Eltern arbeiten freitags und könnten jüngere Jugendliche nicht zu Hause betreuen. Eine freiwillige Betreuung nur bis 13:00 Uhr reicht für einen normalen Arbeitstag kaum aus.
Außerdem frage ich mich, ob Schülerinnen und Schüler an einem achtstündigen Schultag am Nachmittag überhaupt noch leistungsfähig sind. Der Unterricht darf nicht nur zeitlich zusammengepresst werden. Wenn Modell B getestet wird, müssten genügend Pausen, ein gutes Mittagessen und echte Erholungsphasen garantiert werden.
FRAU SCHOLZ, LEHRERIN FÜR BIOLOGIE UND CHEMIE
Längere Unterrichtsblöcke könnten für Experimente, Projektarbeit und Exkursionen große Vorteile haben. Im aktuellen Stundenplan müssen Versuche häufig unterbrochen werden, weil eine einzelne Unterrichtsstunde zu kurz ist. Auch gemeinsame Planungszeiten im Kollegium wären an einem unterrichtsfreien Freitag leichter zu organisieren.
Auf der anderen Seite steigt die Belastung, wenn vier Tage hintereinander bis 16:00 Uhr unterrichtet wird. Besonders schwierige Fächer dürften nicht nur am späten Nachmittag stattfinden. Außerdem müsste verhindert werden, dass der freie Freitag automatisch mit zusätzlichen Aufgaben gefüllt wird. Sonst hätten die Jugendlichen keinen echten freien Tag, sondern lediglich einen Hausaufgabentag.
MIA, SCHÜLERIN DER KLASSE 10B
Ich würde Modell B gern ausprobieren. Ein freier Freitag wäre für längere Hausaufgaben, Arzttermine oder Erholung sehr hilfreich. Außerdem müsste ich nur viermal pro Woche fast eine Stunde zur Schule fahren. Die tägliche Lernzeit finde ich besonders sinnvoll, weil man viele Aufgaben bereits mit Unterstützung der Lehrkräfte erledigen könnte.
Allerdings spiele ich montags und mittwochs ab 17:00 Uhr Volleyball. Wenn die Schule erst um 16:00 Uhr endet, müsste ich direkt vom Unterricht zum Training fahren. Nach acht Stunden wäre ich wahrscheinlich zu müde, um mich dort noch richtig zu konzentrieren.
HERR KRAMER, VATER EINES NEUNTKLÄSSLERS
Ein zusätzlicher freier Tag klingt zunächst attraktiv, löst aber nicht für alle Familien Probleme. Viele Eltern arbeiten freitags und könnten jüngere Jugendliche nicht zu Hause betreuen. Eine freiwillige Betreuung nur bis 13:00 Uhr reicht für einen normalen Arbeitstag kaum aus.
Außerdem frage ich mich, ob Schülerinnen und Schüler an einem achtstündigen Schultag am Nachmittag überhaupt noch leistungsfähig sind. Der Unterricht darf nicht nur zeitlich zusammengepresst werden. Wenn Modell B getestet wird, müssten genügend Pausen, ein gutes Mittagessen und echte Erholungsphasen garantiert werden.
FRAU SCHOLZ, LEHRERIN FÜR BIOLOGIE UND CHEMIE
Längere Unterrichtsblöcke könnten für Experimente, Projektarbeit und Exkursionen große Vorteile haben. Im aktuellen Stundenplan müssen Versuche häufig unterbrochen werden, weil eine einzelne Unterrichtsstunde zu kurz ist. Auch gemeinsame Planungszeiten im Kollegium wären an einem unterrichtsfreien Freitag leichter zu organisieren.
Auf der anderen Seite steigt die Belastung, wenn vier Tage hintereinander bis 16:00 Uhr unterrichtet wird. Besonders schwierige Fächer dürften nicht nur am späten Nachmittag stattfinden. Außerdem müsste verhindert werden, dass der freie Freitag automatisch mit zusätzlichen Aufgaben gefüllt wird. Sonst hätten die Jugendlichen keinen echten freien Tag, sondern lediglich einen Hausaufgabentag.
Quelle: Germannika · „Stimmen zur Vier-Tage-Schulwoche“ · Germannika · Schreibbibliothek · Eigene Stellungnahmen für die Schreibaufgabe „Soll die Vier-Tage-Schulwoche eingeführt werden?“ · Abruf: 02.08.2026Eigenes Übungsmaterial von Germannika. · Eigener Inhalt von Germannika
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