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Germannika
B1.2
Soll ein alter Mauerabschnitt als Erinnerungsort erhalten bleiben?
DEUTSCHE TEILUNG UND ERINNERUNGSKULTUR1 Begleitmaterial1 Aufgabe
Begleitmaterial
Begleitmaterial · Video
Die Berliner Mauer
Arbeitsauftrag
Sieh dir das Video vollständig an. Achte darauf, warum die Berliner Mauer gebaut wurde, wie sie das Leben der Menschen veränderte und welche Entwicklungen schließlich zu ihrer Öffnung führten. Öffne danach bei Bedarf die bearbeitete Textfassung.
Das Erklärvideo fasst die Geschichte der Berliner Mauer von ihrem Bau im Jahr 1961 bis zur Öffnung der Grenze am 9. November 1989 zusammen. Es zeigt, wie die Mauer Berlin und Deutschland teilte und für viele Menschen zum Symbol fehlender Freiheit wurde.
AKTE FREIGEGEBENBearbeitete Textfassung zum Video (B1.2)Erst nach dem Hören oder Sehen öffnen.FREIGEGEBEN
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Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Deutschland in verschiedene Besatzungszonen aufgeteilt. Auch Berlin wurde von den vier Siegermächten verwaltet. Obwohl die Stadt im Osten Deutschlands lag, gab es dort westliche und östliche Teile.
1949 entstanden zwei deutsche Staaten: die Bundesrepublik Deutschland im Westen und die Deutsche Demokratische Republik im Osten. Die politischen und wirtschaftlichen Systeme der beiden Staaten entwickelten sich sehr unterschiedlich.
Viele Menschen verließen die DDR und gingen in den Westen. Berlin war dafür lange Zeit ein wichtiger Weg, da die Grenze innerhalb der Stadt noch vergleichsweise offen war. Die DDR verlor dadurch zahlreiche Arbeitskräfte, darunter viele junge und gut ausgebildete Menschen.
In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 ließ die DDR-Führung die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin sperren. Straßen wurden blockiert und zunächst Stacheldrahtrollen aufgestellt. Später entstanden Mauern aus Beton sowie umfangreiche Grenzanlagen mit Zäunen, Wachtürmen und kontrollierten Übergängen.
Die Mauer trennte Familien, Freundschaften, Arbeitsplätze und ganze Stadtviertel. Menschen konnten Verwandte auf der anderen Seite häufig jahrelang nicht oder nur unter strengen Bedingungen besuchen. Viele verloren von einem Tag auf den anderen ihren bisherigen Arbeitsweg oder ihr soziales Umfeld.
Die DDR-Führung erklärte, die Grenze solle den Staat schützen. Tatsächlich sollte sie vor allem verhindern, dass weitere Menschen die DDR verließen. Wer trotzdem zu fliehen versuchte, riskierte seine Freiheit und sein Leben. Mindestens 140 Menschen wurden an der Berliner Mauer getötet.
Trotz der gefährlichen Grenzanlagen versuchten Menschen immer wieder zu fliehen. Einige gruben Tunnel, versteckten sich in Fahrzeugen oder nutzten selbst gebaute Fluggeräte. Nicht alle Fluchtversuche waren erfolgreich.
In den 1980er-Jahren verschärften wirtschaftliche Probleme und politische Unzufriedenheit die Krise der DDR. Immer mehr Menschen forderten Reisefreiheit, freie Wahlen und demokratische Veränderungen. Andere verließen das Land über benachbarte Staaten.
Am Abend des 9. November 1989 wurde auf einer Pressekonferenz eine neue Reiseregelung missverständlich bekannt gegeben. Daraufhin kamen Tausende Menschen zu den Grenzübergängen. Die Grenzsoldaten öffneten schließlich die Übergänge, und Menschen aus Ost- und West-Berlin feierten gemeinsam.
Nach dem Fall der Mauer wurden große Teile der Grenzanlagen entfernt. Straßen und Stadtviertel wurden wieder miteinander verbunden. Heute erinnern erhaltene Mauerabschnitte, Gedenkstätten, Ausstellungen und Markierungen im Straßenraum an die frühere Teilung.
Solche historischen Orte nehmen Platz ein und verursachen Kosten für Schutz, Pflege und Information. Gleichzeitig machen sie Geschichte sichtbar. An einem authentischen Ort lässt sich oft deutlicher verstehen, wie politische Entscheidungen das Leben einzelner Menschen verändern können.
Bei der Entscheidung über einen erhaltenen Mauerabschnitt müssen deshalb unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden. Stadtentwicklung und wirtschaftliche Nutzung sind wichtig. Ein historischer Ort sollte jedoch nicht allein deshalb verschwinden, weil eine andere Nutzung einfacher oder günstiger wäre.
1949 entstanden zwei deutsche Staaten: die Bundesrepublik Deutschland im Westen und die Deutsche Demokratische Republik im Osten. Die politischen und wirtschaftlichen Systeme der beiden Staaten entwickelten sich sehr unterschiedlich.
Viele Menschen verließen die DDR und gingen in den Westen. Berlin war dafür lange Zeit ein wichtiger Weg, da die Grenze innerhalb der Stadt noch vergleichsweise offen war. Die DDR verlor dadurch zahlreiche Arbeitskräfte, darunter viele junge und gut ausgebildete Menschen.
In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 ließ die DDR-Führung die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin sperren. Straßen wurden blockiert und zunächst Stacheldrahtrollen aufgestellt. Später entstanden Mauern aus Beton sowie umfangreiche Grenzanlagen mit Zäunen, Wachtürmen und kontrollierten Übergängen.
Die Mauer trennte Familien, Freundschaften, Arbeitsplätze und ganze Stadtviertel. Menschen konnten Verwandte auf der anderen Seite häufig jahrelang nicht oder nur unter strengen Bedingungen besuchen. Viele verloren von einem Tag auf den anderen ihren bisherigen Arbeitsweg oder ihr soziales Umfeld.
Die DDR-Führung erklärte, die Grenze solle den Staat schützen. Tatsächlich sollte sie vor allem verhindern, dass weitere Menschen die DDR verließen. Wer trotzdem zu fliehen versuchte, riskierte seine Freiheit und sein Leben. Mindestens 140 Menschen wurden an der Berliner Mauer getötet.
Trotz der gefährlichen Grenzanlagen versuchten Menschen immer wieder zu fliehen. Einige gruben Tunnel, versteckten sich in Fahrzeugen oder nutzten selbst gebaute Fluggeräte. Nicht alle Fluchtversuche waren erfolgreich.
In den 1980er-Jahren verschärften wirtschaftliche Probleme und politische Unzufriedenheit die Krise der DDR. Immer mehr Menschen forderten Reisefreiheit, freie Wahlen und demokratische Veränderungen. Andere verließen das Land über benachbarte Staaten.
Am Abend des 9. November 1989 wurde auf einer Pressekonferenz eine neue Reiseregelung missverständlich bekannt gegeben. Daraufhin kamen Tausende Menschen zu den Grenzübergängen. Die Grenzsoldaten öffneten schließlich die Übergänge, und Menschen aus Ost- und West-Berlin feierten gemeinsam.
Nach dem Fall der Mauer wurden große Teile der Grenzanlagen entfernt. Straßen und Stadtviertel wurden wieder miteinander verbunden. Heute erinnern erhaltene Mauerabschnitte, Gedenkstätten, Ausstellungen und Markierungen im Straßenraum an die frühere Teilung.
Solche historischen Orte nehmen Platz ein und verursachen Kosten für Schutz, Pflege und Information. Gleichzeitig machen sie Geschichte sichtbar. An einem authentischen Ort lässt sich oft deutlicher verstehen, wie politische Entscheidungen das Leben einzelner Menschen verändern können.
Bei der Entscheidung über einen erhaltenen Mauerabschnitt müssen deshalb unterschiedliche Interessen berücksichtigt werden. Stadtentwicklung und wirtschaftliche Nutzung sind wichtig. Ein historischer Ort sollte jedoch nicht allein deshalb verschwinden, weil eine andere Nutzung einfacher oder günstiger wäre.
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Robert Schotter, Claudio Como · „Die Berliner Mauer“ · Planet Wissen / WDR / Wikimedia Commons
Abruf: 31.07.2026
„Die Berliner Mauer“ – Robert Schotter, Claudio Como / Planet Wissen. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Video unverändert; Textfassung von Germannika für B1.2 sprachlich vereinfacht, neu formuliert, strukturiert und sachlich ergänzt. Bearbeitete Textfassung ebenfalls unter CC BY-SA 4.0.
Abruf: 31.07.2026
„Die Berliner Mauer“ – Robert Schotter, Claudio Como / Planet Wissen. Lizenz: CC BY-SA 4.0. Video unverändert; Textfassung von Germannika für B1.2 sprachlich vereinfacht, neu formuliert, strukturiert und sachlich ergänzt. Bearbeitete Textfassung ebenfalls unter CC BY-SA 4.0.
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