PROFIL

Schreibbibliothek

Diese Schreibaufgabe auf einer Website, Lernplattform oder Kursseite verwenden.
Germannika
B1.2

Soll ein KI-Assistent im Schulalltag eingesetzt werden?

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ UND SCHULALLTAG1 Begleitmaterial1 Aufgabe

Begleitmaterial

Begleitmaterial · Video

Künstliche Intelligenz – Loki und die KI

Arbeitsauftrag
Sieh dir das Video vollständig an. Achte darauf, in welchen Alltagssituationen Loki künstliche Intelligenz nutzt, welche Aufgaben der sprachgesteuerte Assistent und die Diagnose-App übernehmen und an welchen Stellen die Systeme Fehler machen oder an Grenzen stoßen. Öffne danach bei Bedarf die bearbeitete Textfassung.
Das Erklärvideo begleitet Loki bei der Nutzung eines sprachgesteuerten Home-Assistenten und einer Diagnose-App. An beiden Beispielen werden Funktionsweise, Vorteile und mögliche Probleme künstlicher Intelligenz im Alltag dargestellt.
AKTE FREIGEGEBENBearbeitete Textfassung zum Video (B1.2)Erst nach dem Hören oder Sehen öffnen.FREIGEGEBEN
AKTE · TRANSKRIPTFREIGEGEBEN
Künstliche Intelligenz begegnet uns heute in vielen Alltagssituationen. Sie steckt zum Beispiel in Sprachassistenten, Übersetzungsprogrammen, Empfehlungssystemen oder medizinischen Apps. Solche Systeme können große Datenmengen auswerten, Muster erkennen und auf dieser Grundlage eine Antwort oder Vorhersage erzeugen.

Im Video nutzt Loki einen sprachgesteuerten Home-Assistenten. Sie spricht einen Wunsch oder eine Frage aus. Das Gerät nimmt ihre Stimme auf, wandelt die gesprochenen Wörter in Daten um und versucht, die Bedeutung zu erkennen. Anschließend führt es einen passenden Befehl aus oder gibt eine Antwort.

Bei Loki funktioniert die Sprachsteuerung meistens gut. Ihr spanischer Freund wird jedoch nicht richtig verstanden. Das zeigt eine wichtige Grenze solcher Systeme: Eine künstliche Intelligenz kann Schwierigkeiten mit verschiedenen Akzenten, undeutlicher Aussprache, Hintergrundgeräuschen oder ungewöhnlichen Formulierungen haben.

Ob ein Sprachassistent zuverlässig arbeitet, hängt unter anderem von seinen Trainingsdaten ab. Wurde ein System überwiegend mit bestimmten Stimmen oder Sprachformen trainiert, kann es andere Personen schlechter verstehen. Die Nutzerinnen und Nutzer müssen deshalb damit rechnen, dass eine scheinbar sichere Antwort falsch sein kann.

Ein weiteres Beispiel im Video ist eine Diagnose-App. Loki gibt Informationen über ihre Beschwerden ein. Die Anwendung vergleicht diese Angaben mit vielen gespeicherten Fällen und nennt mögliche Erklärungen oder weitere Schritte.

Eine solche App kann dabei helfen, Symptome zu ordnen und schneller passende Informationen zu finden. Sie untersucht eine Person jedoch nicht selbst und kennt häufig nicht alle wichtigen medizinischen Details. Deshalb darf ihre Einschätzung eine Ärztin oder einen Arzt nicht ersetzen.

Auch der Umgang mit persönlichen Daten ist wichtig. Sprachassistenten verarbeiten Aufnahmen, Suchanfragen und Informationen über Gewohnheiten. Eine Gesundheits-App erhält möglicherweise besonders sensible Angaben. Nutzerinnen und Nutzer sollten wissen, welche Daten gespeichert werden, wer darauf zugreifen kann und wofür sie später verwendet werden.

Künstliche Intelligenz kann den Alltag erleichtern, schnell Informationen bereitstellen und bei einfachen Entscheidungen unterstützen. Menschen müssen ihre Ergebnisse jedoch prüfen und die Verantwortung für wichtige Entscheidungen selbst übernehmen.

Für den Einsatz eines KI-Assistenten an einer Schule wären deshalb klare Regeln notwendig. Das System dürfte keine vertraulichen Gespräche dauerhaft speichern, keine Schülerinnen oder Schüler automatisch bewerten und keine medizinischen oder pädagogischen Entscheidungen allein treffen.

Sinnvoll könnte ein KI-Assistent dagegen für organisatorische Aufgaben sein. Er könnte über Raumänderungen informieren, häufige Fragen beantworten, Texte in einfache Sprache übertragen oder an Termine erinnern. Vor einer dauerhaften Einführung müsste die Schule das System jedoch testen und untersuchen, wie zuverlässig, verständlich und datenschutzfreundlich es arbeitet.
Quelle & Rechte anzeigen
Sympathiefilm GmbH und irights-lab.de · „Künstliche Intelligenz – Loki und die KI“ · Medienportal der Siemens Stiftung / pro.digbi
Abruf: 31.07.2026
„Künstliche Intelligenz – Loki und die KI“ – Sympathiefilm GmbH und irights-lab.de / Siemens Stiftung. Lizenz: CC BY-SA 4.0 international. Video unverändert; Textfassung von Germannika für B1.2 sprachlich vereinfacht, neu formuliert und strukturiert. Bearbeitete Textfassung ebenfalls unter CC BY-SA 4.0 international.
PDF-ARBEITSBLATT

Aufgabe als PDF

Öffne das vollständige Arbeitsblatt mit Schreibseiten oder lade es direkt herunter.

B1.2Soll ein KI-Assistent im Schulalltag eingesetzt werden?