Diese Schreibaufgabe auf einer Website, Lernplattform oder Kursseite verwenden.
Germannika
C1.1
Orte als Träger von Gefühlen · Begegnung mit dem früheren Ich · Rückkehr an belastete Orte
ORTSERINNERUNG, IDENTITÄT UND KONFRONTATION MIT VERGANGENHEIT1 Begleitmaterial3 Aufgaben
Begleitmaterial
Begleitmaterial · Video
Der Doppelgänger
Arbeitsauftrag
Sieh dir das Musikvideo vollständig an und lies anschließend den Gedichttext. Achte darauf, wie ein unverändert stehendes Haus, nächtliche Stille, Mondlicht und die Begegnung mit der eigenen Gestalt eine verdrängte Vergangenheit sichtbar machen. Untersuche besonders, ob der Doppelgänger eine reale Erscheinung, eine Erinnerung oder ein früheres Selbst verkörpert. Wähle danach eine der drei Schreibaufgaben.
Heinrich Heines ursprünglich unbetiteltes Gedicht, das unter der Bezeichnung „Der Doppelgänger“ bekannt wurde, zeigt die nächtliche Rückkehr an das frühere Haus der geliebten Person. Obwohl diese die Stadt längst verlassen hat, steht das Haus unverändert da. Vor ihm begegnet das lyrische Ich einer bleichen, leidenden Gestalt und erkennt im Mondlicht sich selbst. Die Szene verbindet Ortserinnerung, Identitätsspaltung, verdrängten Liebesschmerz und die Konfrontation mit einem früheren Selbst.
AKTE FREIGEGEBENGedichttext: Der DoppelgängerErst nach dem Hören oder Sehen öffnen.FREIGEGEBEN
AKTE · TRANSKRIPTFREIGEGEBEN
Der Doppelgänger
Nach dem Gedicht „Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen“ von Heinrich Heine
Strophe 1
Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen,
In diesem Hause wohnte mein Schatz;
Sie hat schon längst die Stadt verlassen,
Doch steht noch das Haus auf demselben Platz.
Strophe 2
Da steht auch ein Mensch und starrt in die Höhe,
Und ringt die Hände, vor Schmerzens Gewalt;
Mir graust es, wenn ich sein Antlitz sehe –
Der Mond zeigt mir meine eigne Gestalt.
Strophe 3
Du Doppelgänger! du bleicher Geselle!
Was äffst du nach mein Liebesleid,
Das mich gequält auf dieser Stelle,
So manche Nacht, in alter Zeit?
Nach dem Gedicht „Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen“ von Heinrich Heine
Strophe 1
Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen,
In diesem Hause wohnte mein Schatz;
Sie hat schon längst die Stadt verlassen,
Doch steht noch das Haus auf demselben Platz.
Strophe 2
Da steht auch ein Mensch und starrt in die Höhe,
Und ringt die Hände, vor Schmerzens Gewalt;
Mir graust es, wenn ich sein Antlitz sehe –
Der Mond zeigt mir meine eigne Gestalt.
Strophe 3
Du Doppelgänger! du bleicher Geselle!
Was äffst du nach mein Liebesleid,
Das mich gequält auf dieser Stelle,
So manche Nacht, in alter Zeit?
Quelle & Rechte anzeigen+
Heinrich Heine, Originalgedicht; Germannika, Textbearbeitung, musikalische Interpretation, Vertonung, Aufnahme und Video · „Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen – bekannt als „Der Doppelgänger““ · YouTube-Kanal Germannika / Wikisource
Abruf: 31.07.2026
„Der Doppelgänger“ – musikalische Interpretation des gemeinfreien Gedichts „Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen“ von Heinrich Heine. Bearbeitung, Vertonung, Aufnahme und Video: Germannika.
Abruf: 31.07.2026
„Der Doppelgänger“ – musikalische Interpretation des gemeinfreien Gedichts „Still ist die Nacht, es ruhen die Gassen“ von Heinrich Heine. Bearbeitung, Vertonung, Aufnahme und Video: Germannika.
PDF-ARBEITSBLATT
Aufgabe als PDF
Öffne das vollständige Arbeitsblatt mit Schreibseiten oder lade es direkt herunter.
