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Germannika
C1.1
Verlustangst im Glück · Die vermeintlich beste Lebenshälfte · Vorsorge zwischen Vernunft und Gegenwartsverlust
VERGÄNGLICHKEIT, LEBENSPHASEN UND ZUKUNFTSANGST1 Begleitmaterial3 Aufgaben
Begleitmaterial
Begleitmaterial · Video
Hälfte des Lebens
Arbeitsauftrag
Sieh dir das Musikvideo vollständig an und lies anschließend den Gedichttext. Achte auf den scharfen Übergang von Fülle, Schönheit, Nähe und Bewegung zu Kälte, Sprachlosigkeit und Leere. Untersuche außerdem, welche Bedeutungen der Titel „Hälfte des Lebens“ haben kann: eine Jahreszeit, eine Lebensphase oder einen inneren Wendepunkt. Wähle danach eine der drei Schreibaufgaben.
Friedrich Hölderlins Gedicht stellt zwei radikal verschiedene Welten nebeneinander. Die erste Hälfte ist von Birnen, Rosen, Schwänen, Küssen, Sonne und lebendigem Wasser erfüllt. Mit dem Ausruf „Weh mir“ bricht diese Fülle ab. Der Blick richtet sich auf einen zukünftigen Winter, in dem Blumen, Sonnenschein und selbst die Schatten der Erde fehlen. Sprachlose Mauern und klirrende Fahnen ersetzen die lebendige Natur. Daraus entstehen Fragen nach Verlustangst im Glück, gesellschaftlichen Vorstellungen von der besten Lebenshälfte und dem Verhältnis zwischen vernünftiger Vorsorge und einem von Zukunftsangst bestimmten Leben.
AKTE FREIGEGEBENGedichttext: Hälfte des LebensErst nach dem Hören oder Sehen öffnen.FREIGEGEBEN
AKTE · TRANSKRIPTFREIGEGEBEN
Hälfte des Lebens
Nach dem Gedicht von Friedrich Hölderlin
Strophe 1
Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.
Strophe 2
Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.
Nach dem Gedicht von Friedrich Hölderlin
Strophe 1
Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.
Strophe 2
Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.
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Friedrich Hölderlin, Originalgedicht; Germannika, musikalische Interpretation, Vertonung, Aufnahme und Video · „Hälfte des Lebens“ · YouTube-Kanal Germannika / Wikisource
Abruf: 31.07.2026
„Hälfte des Lebens“ – musikalische Interpretation des gemeinfreien Gedichts von Friedrich Hölderlin. Vertonung, Aufnahme und Video: Germannika.
Abruf: 31.07.2026
„Hälfte des Lebens“ – musikalische Interpretation des gemeinfreien Gedichts von Friedrich Hölderlin. Vertonung, Aufnahme und Video: Germannika.
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