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Germannika
C1.1
Gültigkeit eines Neins · Poetische Verhüllung von Gewalt · Zeitgemäßer Umgang mit Klassikern
GRENZEN, ÄSTHETISIERUNG UND HISTORISCHE TEXTE1 Begleitmaterial3 Aufgaben
Begleitmaterial
Begleitmaterial · Video
Heidenröslein
Arbeitsauftrag
Sieh dir das Musikvideo vollständig an und lies anschließend den Gedichttext. Achte auf den Gegensatz zwischen der leichten, liedhaften Form und dem klar formulierten Widerstand der Rose. Untersuche besonders die direkte Rede, die Wiederholungen, die Verkleinerungsform „Röslein“ und den Ausgang, in dem der Knabe seinen Willen trotz der Ablehnung durchsetzt. Wähle danach eine der drei Schreibaufgaben.
Johann Wolfgang von Goethes Gedicht erzählt in einer scheinbar einfachen Liedform von einem Knaben, der eine schöne Rose entdeckt, sie brechen will und ihre ausdrückliche Ablehnung ignoriert. Die Rose kündigt Widerstand an, wehrt sich und sticht, kann das Brechen jedoch nicht verhindern. Die Verbindung von Naturidylle, Verkleinerungsformen, eingängigem Refrain und erzwungenem Ausgang eröffnet Fragen nach der Gültigkeit eines Neins, nach der ästhetischen Verhüllung von Gewalt und nach einem verantwortungsvollen heutigen Umgang mit klassischen Texten.
AKTE FREIGEGEBENGedichttext: HeidenrösleinErst nach dem Hören oder Sehen öffnen.FREIGEGEBEN
AKTE · TRANSKRIPTFREIGEGEBEN
Heidenröslein
Nach dem Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe
Strophe 1
Sah ein Knab’ ein Röslein steh’n,
Röslein auf der Heiden,
War so jung und morgenschön,
Lief er schnell, es nah zu seh’n,
Sah’s mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
Strophe 2
Knabe sprach: „Ich breche dich,
Röslein auf der Heiden!“
Röslein sprach: „Ich steche dich,
Dass du ewig denkst an mich,
Und ich will’s nicht leiden!“
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
Strophe 3
Und der wilde Knabe brach
’s Röslein auf der Heiden;
Röslein wehrte sich und stach,
Half ihm doch kein Weh und Ach,
Musste es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
Nach dem Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe
Strophe 1
Sah ein Knab’ ein Röslein steh’n,
Röslein auf der Heiden,
War so jung und morgenschön,
Lief er schnell, es nah zu seh’n,
Sah’s mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
Strophe 2
Knabe sprach: „Ich breche dich,
Röslein auf der Heiden!“
Röslein sprach: „Ich steche dich,
Dass du ewig denkst an mich,
Und ich will’s nicht leiden!“
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
Strophe 3
Und der wilde Knabe brach
’s Röslein auf der Heiden;
Röslein wehrte sich und stach,
Half ihm doch kein Weh und Ach,
Musste es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.
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Johann Wolfgang von Goethe, Originalgedicht; Germannika, Textbearbeitung, musikalische Interpretation, Vertonung, Aufnahme und Video · „Heidenröslein“ · YouTube-Kanal Germannika / Wikisource
Abruf: 31.07.2026
„Heidenröslein“ – musikalische Interpretation des gemeinfreien Gedichts von Johann Wolfgang von Goethe. Bearbeitung, Vertonung, Aufnahme und Video: Germannika.
Abruf: 31.07.2026
„Heidenröslein“ – musikalische Interpretation des gemeinfreien Gedichts von Johann Wolfgang von Goethe. Bearbeitung, Vertonung, Aufnahme und Video: Germannika.
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