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Germannika
C1.1
Gewöhnung an Begrenzung · Wildtierhaltung zwischen Artenschutz und Tierwürde · Äußeres Funktionieren und innere Aufnahmefähigkeit
UNFREIHEIT, TIERETHIK UND INNERE ERSTARRUNG1 Begleitmaterial3 Aufgaben
Begleitmaterial
Begleitmaterial · Video
Der Panther
Arbeitsauftrag
Sieh dir das Musikvideo vollständig an und lies anschließend den Gedichttext. Achte darauf, wie Blick, Bewegung, Körperkraft und innere Wahrnehmung des Panthers dargestellt werden. Untersuche besonders die Bilder der tausend Stäbe, des kleinsten Kreises, des betäubten Willens und eines Eindrucks, der zwar in den Körper gelangt, aber im Herzen erlischt. Wähle danach eine der drei Schreibaufgaben.
Rainer Maria Rilkes Gedicht zeigt einen Panther, dessen Wahrnehmung und Wille durch dauerhafte Gefangenschaft verändert wurden. Sein Blick kann nichts mehr festhalten; die Stäbe scheinen die gesamte Welt ersetzt zu haben. Obwohl seine Schritte weiterhin Kraft und Geschmeidigkeit besitzen, bewegen sie sich nur noch im kleinsten Kreis. Einzelne Bilder dringen kurz durch die Pupille ein, erreichen jedoch kein dauerhaftes inneres Erleben. Der Text eröffnet Fragen nach der Gewöhnung an Unfreiheit, nach der ethischen Rechtfertigung von Wildtierhaltung und nach Menschen, die äußerlich funktionieren, aber innerlich kaum noch etwas aufnehmen.
AKTE FREIGEGEBENGedichttext: Der PantherErst nach dem Hören oder Sehen öffnen.FREIGEGEBEN
AKTE · TRANSKRIPTFREIGEGEBEN
Der Panther
Im Jardin des Plantes, Paris
Nach dem Gedicht von Rainer Maria Rilke
Strophe 1
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Strophe 2
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Strophe 3
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.
Im Jardin des Plantes, Paris
Nach dem Gedicht von Rainer Maria Rilke
Strophe 1
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Strophe 2
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Strophe 3
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.
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Rainer Maria Rilke, Originalgedicht; Germannika, musikalische Interpretation, Vertonung, Aufnahme und Video · „Der Panther. Im Jardin des Plantes, Paris“ · YouTube-Kanal Germannika / Wikisource
Abruf: 31.07.2026
„Der Panther“ – musikalische Interpretation des gemeinfreien Gedichts von Rainer Maria Rilke. Vertonung, Aufnahme und Video: Germannika.
Abruf: 31.07.2026
„Der Panther“ – musikalische Interpretation des gemeinfreien Gedichts von Rainer Maria Rilke. Vertonung, Aufnahme und Video: Germannika.
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