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Germannika
B1.2

Ein Permakultur-Garten auf dem Schulgelände

LANDWIRTSCHAFT UND NACHHALTIGKEIT1 Begleitmaterial1 Aufgabe

Begleitmaterial

Begleitmaterial · Video

Was ist Permakultur?

Arbeitsauftrag
Sehen Sie sich das Video vollständig an. Achten Sie darauf, wie sich Permakultur von industrieller Landwirtschaft und Monokulturen unterscheidet, welche Vorteile die Pflanzenvielfalt bietet und welche Schwierigkeiten diese Anbaumethode mit sich bringt. Öffnen Sie danach bei Bedarf die vereinfachte Textfassung.
Das kurze Erklärvideo stellt Permakultur als Alternative zur industriellen Landwirtschaft vor. Es erklärt, wie Pflanzenvielfalt, natürliche Kreisläufe und Humus die Böden verbessern können, zeigt aber auch, dass Permakultur viel Handarbeit erfordert und bisher vor allem auf kleineren Flächen genutzt wird.
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Permakultur gilt als Alternative zur industriellen Landwirtschaft. Die Anbaumethode wurde in den 1970er-Jahren entwickelt. Ihr Grundprinzip lautet: Vielfalt statt Monokultur. Dabei sollen die natürlichen Kreisläufe der Natur möglichst genau nachgeahmt werden.

In einem Permakultur-System wachsen viele unterschiedliche Pflanzen nebeneinander. Dazu können zum Beispiel Haselnussbäume, Beerensträucher, Kräuter, Gemüse und Blumen gehören. Eine Untersuchung von 45 Permakulturbetrieben zeigte, dass auf einer Farm durchschnittlich 42 verschiedene Pflanzenarten angebaut wurden.

Diese Vielfalt hat mehrere Vorteile. Die Pflanzen können widerstandsfähiger werden und sind weniger anfällig für Schädlinge. Außerdem entstehen fruchtbarere Böden. Abgestorbene Pflanzenteile bleiben teilweise auf dem Boden liegen und bilden mit der Zeit Humus.

Humus enthält viele Nährstoffe und kann große Mengen Kohlendioxid speichern. Deshalb ist ein gesunder Boden nicht nur für die Pflanzen, sondern auch für das Klima wichtig. Monokulturen können Böden dagegen auslaugen und nährstoffarm machen.

Permakultur hat jedoch auch Nachteile. Sie wurde bisher vor allem in kleineren Gärten erfolgreich eingesetzt und erfordert häufig viel Handarbeit. In der konventionellen Landwirtschaft werden dagegen große Maschinen, Pestizide und riesige Felder genutzt, um möglichst hohe Erträge zu erzielen.

Befürworterinnen und Befürworter der Permakultur sind trotzdem überzeugt, dass sich damit größere Mengen Obst und Gemüse produzieren lassen. Humus kann langfristig die Erträge erhöhen, und die durchdachte Anordnung der Pflanzen macht sie widerstandsfähiger.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Permakultur auch auf sehr kleinen Flächen möglich ist. Selbst freie Flächen mitten in einer Stadt können genutzt werden. Dadurch könnte zusätzliche landwirtschaftliche Fläche entstehen. Permakultur ist deshalb eine interessante und vielversprechende Alternative, auch wenn noch praktische Probleme gelöst werden müssen.
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ZDF/TerraXpress/Luisa Zech/Tobias Lenz/Sebastian Kerz/Maximilian Mohr · „Was ist Permakultur?“ · ZDF goes Schule / Terra Xpress
Abruf: 30.07.2026
CC BY 4.0. Bei Verwendung immer nennen: ZDF/TerraXpress/Luisa Zech/Tobias Lenz/Sebastian Kerz/Maximilian Mohr. Die Bearbeitung darf nicht den Eindruck vermitteln, dass die Urheber oder das ZDF Germannika oder dieses Lernangebot unterstützen.
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